Kabelnetzbetreiber
US-Investor erhöht Anteil an Kabel Deutschland

Wie Kabel Deutschland mitteilte, hat der Investor Paul Singer den Anteil seines Fonds Elliott Asset Management aufgestockt. Nun hält Singer 5,1 Prozent – er ist damit einer der größten Aktionäre des Kabelnetzbetreibers.
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MünchenMitten im Übernahmeringen von Vodafone um Kabel Deutschland schwingt sich der Investor Paul Singer zu einem der größten Aktionäre des Kabelnetzbetreibers auf. Singer habe den Anteil seines Fonds Elliott Asset Management am 23. August auf 5,1 Prozent aufgestockt, teilte Kabel Deutschland am Montag mit. Zuletzt hatte Singer knapp 3,1 Prozent gehalten. Die meldepflichtige Schwelle von drei Prozent hatte er erst am 8. August überschritten.

Es gehört zu den Strategien von Elliott, sich in laufende Übernahmeprozesse einzumischen und auf ein höheres Angebot zu spekulieren - oder darauf zu drängen. Auf diese Weise hatte sich der Investor beim Kranbauer Demag Cranes, beim Pressenhersteller Schuler und beim Notebook-Hersteller Medion engagiert.

Der britische Telekommunikationsanbieter Vodafone hat für Kabel Deutschland ein - inklusive Schulden - knapp elf Milliarden Euro schweres Kaufangebot auf den Tisch gelegt. Das entspricht nach Firmenangaben 87 Euro je Aktie. Die Titel notierten am Montag fast unverändert bei 85,89 Euro.

Das Management des Kabelnetzbetreibers empfiehlt den Aktionären, ihre Anteilsscheine bis zum Fristende am 11. September zu verkaufen. Falls die EU-Kommission zustimmt, soll der Deal im Frühjahr 2014 in trockenen Tüchern sein. Damit entstünde ein Anbieter, der der Deutschen Telekom erstmals sowohl mit eigenem Festnetz als auch mit eigenem Mobilfunknetz Konkurrenz macht.

Kabel Deutschland wollte sich zu Singers Vorgehen nicht näher äußern. Von dem US-Investor war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die übrigen Großaktionäre liegen ebenfalls bei rund fünf Prozent der Anteile, darunter die Investmentbank Merrill Lynch und der Fondsanbieter Blackrock. Der norwegische Staatsfonds hielt Mitte August noch fast fünf Prozent, hat aber am 28. August die Drei-Prozent-Schwelle unterschritten und nur noch 2,64 Prozent gehalten, wie Kabel Deutschland mitteilte.

Vodafone besaß Ende August bereits gut vier Prozent der Anteile und hatte Verkaufszusagen von weniger als einem Prozent der Aktionäre. Üblicherweise entscheiden sich Aktionäre aber erst gegen Ende der Angebotsfrist zu einem Verkauf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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