Kampagne laut Kerner beendet
Kerners Werbung für Air Berlin kann Nachspiel beim ZDF haben

Das viel kritisierte Engagement des Fernsehmoderators Johannes B. Kerner für den Börsengang der Fluggesellschaft Air Berlin hat laut einem Zeitungsbericht ein Nachspiel beim ZDF.

HB BERLIN. Ein ZDF-Sprecher nannte es am Freitagabend denkbar, dass bei dem Treffen des ZDF-Fernsehrates Ende Juni einzelne Ratsmitglieder Kerners Werbeaktivitäten ansprechen. Das sei ein normaler Vorgang. Eine Tagesordnung für das Treffen gebe es allerdings noch nicht. Laut „Berliner Zeitung“ (Samstagausgabe) befürchtet das ZDF wegen der Kritik am Engagement seines Mitarbeiters Kerner einen Imageschaden.

Kerner sagte der „Bild“-Zeitung, die Werbekampagne sei beendet. Die Aktion sei ohnehin nur bis vergangenen Donnerstag geplant gewesen.

In den Werbespots für Air Berlin hatte Kerner die Papiere der Fluggesellschaft als „Sieger“-Aktien angepriesen. Börsenexperten hatten Kleinanleger vor Air-Berlin-Aktien gewarnt.

Wie die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf das Umfeld des Fernsehrats berichtet, will das ZDF-Gremium diskutieren, ob und wie der Sender Werbeauftritte seiner frei beschäftigten Moderatoren besser kontrollieren könne. Denkbar sei eine Änderung der Verträge, die bisher nur vorschrieben, dass die Moderatoren den Mainzer Sender über ihre Werbeeinsätze informieren müssen. Eine Neuregelung würde auch ZDF-Stars wie Thomas Gottschalk betreffen.

Kerner hatte zu dem verschobenen Börsengang auf Anfrage erklärt: „Die Börse ist eine Sache von Angebot und Nachfrage. In diesem Fall war die Nachfrage wohl nicht groß genug. Für die Börse aber kein ungewöhnlicher Vorgang.“

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