Kampf um Daten

Mit dem Lkw in die Cloud

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Ein Selfie mit der Riesenfestplatte
So wird die Cloud sicher
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Definition der Sicherheitsbedürfnisse

Am Anfang jedes Cloud-Einsatzes stehen grundsätzliche Überlegungen zur Sicherheit: Um welche Form der Sicherheit geht es und wichtig ist sie für das Funktionieren der Anwendung? Datensicherheit beispielsweise umfasst viele Dimensionen: Dazu zählt die Integrität der Daten - also wie sicher es ist, dass die Daten in genau der Form aus der Cloud abgerufen werden, wie sie dort gespeichert wurden. Eine andere Dimension ist der Zugriff auf die Daten: Wie wichtig ist es, dass nur legitime Personen auf die Daten zugreifen? Und natürlich gehört auch die Ausfallsicherheit zu einer Dimension der Datensicherheit: Wie wichtig ist es, dass jederzeit auf die Daten zugegriffen werden kann? Alle diese Fragen müssen bewertet und vom Cloud-Anbieter beantwortet werden.

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Verschlüsselung

Häufig sorgen sich Unternehmen um die Datensicherheit der Cloud. Dabei können die bei einer Verschlüsselung der Daten den Zugriff Fremder selbst dann verhindern, wenn sie der Daten habhaft werden. "Wenn Ihre Daten sicher verschlüsselt sind, könnten Sie sie brennen und auf dem Time Square als DVD verteilen, an jeden Hacker der Welt mailen, auf Ihrer Website veröffentlichen und immer noch ruhig schlafen, so lange das Entschlüssungs-Passwort sicher verwahrt ist", schreibt der Chief Technology Officer (CTO) des Cloud-Spezialisten Engine Yard für Gigaom.

Daten, die sich ohne Probleme verschlüsseln lassen, können so also guten Gewissens auch in eine Public Cloud ausgelagert werden. Das gilt allerdings nicht für Daten, die auf den Rechnern selbst bearbeitet werden müssen. Diese müssen zu diesem Zweck entschlüsselt werden und sollten daher nicht in eine Public Cloud ausgelagert werden, sofern es sich um sensible Daten handelt.

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Physischer Schutz

Werden in einer Cloud-Infrastruktur unverschlüsselt Daten gespeichert, muss darauf geachtet werden, ob die Daten vor unbefugtem physischen Zugriff geschützt sind. Bevor Sie in die Cloud umziehen, sollten Sie mit dem Anbieter daher wichtige Fragen klären: Gibt es Sicherheitspersonal vor Ort, Videoüberwachung, eine Alarmanlage? Gibt es zugangsbeschränkte Bereiche - oder kann jeder Mitarbeiter jeden Bereich des Rechenzentrums ohne Kontrolle betreten?

Foto: ap

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Sicherheit bewerten heißt vergleichen

Absolute Sicherheit gibt es nicht. Bei der Erwägung eines Umstiegs in die Cloud muss daher vor allem der momentane Ist-Zustand mit dem Kann-Zustand in der Cloud verglichen werden. Gerade Mittelständler sind beim Umstieg in die Cloud häufig eher zurückhaltend. Dabei sollten gerade sie sich ehrlich fragen: Kümmern sich Sicherheitsspezialisten im Unternehmen rund um die Uhr ausschließlich um die Sicherheit der eigenen IT-Infrastruktur? Bei den meisten Cloud-Anbietern ist das der Fall. Damit kann der Umstieg auf die Cloud bei Unternehmen, die nicht im IT-Geschäft zu Hause, sogar einen enormen Zuwachs an Sicherheit bedeuten.

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Wo werden die Daten gespeichert?

Ein Versprechen der Cloud lautet, dass sich die Kunden nicht mehr darum kümmern müssen, wo die Server stehen. Doch dieses Versprechen ist aufgrund rechtlicher Regelungen nicht erfüllbar. So ist es in der EU beispielsweise nicht erlaubt, persönlich identifizierbare Daten ins EU-Ausland zu übertragen, wo weniger strenge Datenschutzregeln herrschen. Daher bleibt die Frage, in welchen Ländern der Cloud-Anbieter seine Rechenzentren betreibt, auch im Cloud-Zeitalter relevant. Informieren Sie sich über die für Sie relevanten Gesetze und fragen Sie den Anbieter, in welchen Ländern er seine Rechenzentren betreibt! Eine ausführliche rechtliche Analyse für das Cloud Computing hat der Anwalt und Cloud-Experte Arnd Böken für Handelsblatt Online geschrieben.

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Service Level Agreement

Wie viel kostet der Ausfall von Anwendungen und Daten aus Cloud Ihr Unternehmen pro Stunde? Diese Frage sollten Sie sich stellen, wenn Sie sich die Service Level Agreement (SLA) von Cloud-Anbietern vergleichen. Damit verpflichtet sich der Anbieter zu einer garantierten Verfügbarkeit wie beispielsweise 99,9 oder 99,99 Prozent im Jahr. Lassen Sie sich nicht täuschen: 99,9 Prozent Verfügbarkeit bedeuten, dass der Service fast neun Stunden im Jahr vertragskonform ausfallen darf. Einige Cloud-Anbieter wie beispielsweise Amazons beliebtes Elastic Cloud Computing (EC2), bieten gar keine vertragliche Zusicherung über die Ausfallsicherheit.

Foto: dpa

Solche gigantischen Datenschätze sorgen dafür, dass bei Cloud-Anbietern wie Amazon, Microsoft oder Google die digitalen Schornsteine in der Cloud-Factory rund um die Uhr rauchen. Sind die Daten erst einmal da, werden sie zerpflückt und nach allen Regeln der Kunst analysiert. Dafür stellen die Anbieter, natürlich gegen Bezahlung, die nötige Infrastruktur, Software und Rechenleistung zur Verfügung. Die Analysefirma IDC kalkuliert eine Verdreifachung des Marktes für IAAS (IT-Infrastruktur als Service) auf 43 Milliarden Dollar bis 2020. Daneben weiten die Anbieter ihre Dienstleistungen immer weiter aus.

Laut IDC nehmen die zehn größten Dienstleister, mit Amazons AWS mit weitem Abstand an der Spitze, 56 Prozent des Umsatzes ein. Die Analysten von Gartner Research schätzen, dass AWS mehr Umsatz einfährt als die 14 folgenden Konkurrenten zusammen. Der Markt ist jung, wächst stark und so gilt es, jetzt die Kunden an Land zu ziehen und zu binden, wie es zuvor IBM, Oracle oder SAP gemacht haben.

Die zu wirtschaftlichen Bedingungen fast unmögliche Übertragung solcher gigantischen Datenbestände ist für viele potenzielle Kunden auch der Grund, warum sie mit zusammengebissenen Zähnen derzeit ihren alten Datencentern treu bleiben oder sich andere Lösung überlegen, wie etwa hybride Clouds. Das ist praktisch die Zusammenlegung der alten Infrastruktur mit neuen Cloud-Elementen. Der Datenbank-Riese Oracle ist in diesem Gebiet aggressiv unterwegs.

Doch so einfach ist das nicht. Microsoft hatte auf seiner Hausmesse Build schon 2015 das Datenspeichermodell Azure Stack angekündigt. Dabei sollten im Prinzip Microsoft-Server an bestehende Datencenter angedockt werden und eine Mini-Azure-Cloud aufbauen. Doch von Erfolg gekrönt war der Dienst bisher nicht.

Amazon-AWS-Chef Andy Jassy gibt in Las Vegas auf der Hausmesse Reinvent jedenfalls zu, selbst eher danebengelegen zu haben, was den Bedarf an physischem Datentransport in die Cloud angeht. Er habe das Team fast schon „abgestraft“, weil sie seiner Meinung nach zu viele Snowballs gebaut hatten, gibt er scherzend zu. Doch praktisch sofort habe man die zehnfache Menge nachordern müssen. „Ich kann es gar nicht glauben, wie viele Daten wir so hochgeladen haben“, so Jassy.

Das Ganze wurde so populär, dass IT-Profis anfingen, „Snowball-Selfies“ online zu stellen – ihr eigenes Gesicht zusammen mit der Daten-Kiste. Eine Auswahl davon schafft es während der AWS-Konferenz auf die Großleinwand. Die „etwas anzüglichen“ habe er aber rausgelassen, schmunzelt Jassy.

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6 Kommentare zu "Kampf um Daten: Mit dem Lkw in die Cloud"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Al Gu02.12.2016, 09:47 Uhr


    Na klar, alle sind gefaked - außer Ihnen natürlich.


    Deswegen posten Sie auch fast den gleichen Text unter dem Fake-"Marc Hofmann" (fast zu jedem Artikel hier im HB) :-DDDDD


  • @ Al Gu
    Was genau stört Sie an meinen Kommentar?

  • Morgen AL

    mach dir keine Sorgen, ich bin echt :-)
    Ich geb keine Kommentare im Premium-Bereich ab, die liest doch dann keiner mehr !

    Lies net so viele Sci Fi !

  • Liebe Handesblatt-Redation,
    wie Sie sicher schon länger sehen, wird Ihre lobenswerte Kommentarfunktion zur intensiven Selbstbefriedigung hier z.B. von Marc Hofmann, Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke.... missbraucht, also gefakte Diskussionen, die es gar nicht gibt.
    Wäre es nicht sinnvoller, Kommentare nur im Premium-Bereich zuzulassen?
    Oder sind jetzt schon im Premium-Bereich sinnvolle sachliche Diskussionen möglich?

  • Guten Morgen,

    Früher nannte man das Rechenzentrum, jetzt neudeutsch Cloud.

    Ein Kunde von mir hat seine kleine Wolke zu Hause, sieht den aktuellen Standort seiner LKW' s in Google Map. Disponiert über Frachtenbörse im Internet.

    Was er definitiv nicht machen wird!
    Er wird keinen ferngesteuerten LKW ohne Trucker kaufen.

    Es ist alles schön geredet.
    Was passiert wenn der Truck einen defekt hat, net wenn er neu ist. Wenn er in die Jahre gekommen ist.
    Ist nicht sinnvoll und lohnt sich nicht !

    Dann fällt die Telekom aus, was passiert mit dem ferngesteuerten Truck!

    Man sollte vielleicht auf dem Boden der Realität bleiben, diese Hungerlohn-Arbeitsplätze bleiben erhalten! Wobei meine Freunde einen angemessenen Lohn bezahlen und auch in der Lage sind einen Truck selbst zu fahren.

    Weiß nicht wer hier von Milliardengeschäften träumt, selbst Amazon kann die unterschiedlichen Beförderungsmittel nicht vorhalten, muss sie also anmieten?

    Es gibt Vorschriften, Richtlinien zur Beförderung.
    Gerade in der Automobil-Industrie gibt es Anlieferungstermine, die beschränken sich auf ein Zeitfenster im Stundenbereich.

    Nur schön weiter träumen von ferngesteuerten Truck und PKW 's.
    KI (Künstliche Intelligenz) wird nicht geboren, die wird programmiert.

    Ziemlich naiv zu glauben, die Lebenserfahrung eines Menschen mit ein paar Befehlen auf einen Chip zu transpantieren!

    Is ja hier, wie bei den Gebrüdern Grimm :-)

    Schönes Wochenende




  • 1. Sind und Bleiben Dokumente (Daten) immer Dokumente (Daten) egal ob in Ordnern im Archiv abgeheftet oder auf Digitalen Datenträgern.
    2. Das Oel, Kohle, Gas und Uran = Kraftwerksleistung wird um so mehr gebraucht um so mehr Daten auf digitalen Weg gespeichert werden. Das "Fließen" der Daten basiert nämlich immer noch auf einer zuverlässigen Stromversorgung. Und eine volkswirtschaftlich sinnvolle Stromversorgung sollte billigen Strom bereitstellen damit sich das "Fließen" = Speichern der Daten zum Schluss nicht unbezahlbar wird.
    3. In Deutschland wird es in Zukunft keine zuverlässig und billige Datenspeicherung mehr geben. Die Energiewende mit ihren sog. Erneurbaren Energien und ihren marktfeindlichen EEG werden mehr und mehr unseren zuverlässigen und kostengünstigen Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran abschalten und dafür eine mangelhafte Stromerzeugungsinfrastruktur von Windmühlen und Solarparks als unser neues Stromversorgungsnetz ausrufen. Nur wird hier kein Strom mehr fließen, weil das Netz immer wieder zusammenbrechen wird.
    Mal scheint eben die Sonne mal nicht und Nachts überhaupt nicht. Mal bläst der Wind nicht oder zu schwach oder eben zu stark...dann kann auch keine Stromversorgung hergestellt werden.

    Die Basis für unseren modernen IT-Wohlstand ist und bleibt eine zuverlässige und billige Stromversorgung durch einen Kraftwerkmixpark von Kohle, Gas und Uran. Und Oel ist und bleibt die Basis für unsere Gesamte Volkswirtschaft und damit für unseren Wohlstand. Und somit wird uns eine CO2 freie Gesellschaft nur in eine neue Mangel und Armutsgesellschaft zurück katapultieren.

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