Kampf um Daten: Ein Selfie mit der Riesenfestplatte

Kampf um Daten
Mit dem Lkw in die Cloud

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Ein Selfie mit der Riesenfestplatte

Solche gigantischen Datenschätze sorgen dafür, dass bei Cloud-Anbietern wie Amazon, Microsoft oder Google die digitalen Schornsteine in der Cloud-Factory rund um die Uhr rauchen. Sind die Daten erst einmal da, werden sie zerpflückt und nach allen Regeln der Kunst analysiert. Dafür stellen die Anbieter, natürlich gegen Bezahlung, die nötige Infrastruktur, Software und Rechenleistung zur Verfügung. Die Analysefirma IDC kalkuliert eine Verdreifachung des Marktes für IAAS (IT-Infrastruktur als Service) auf 43 Milliarden Dollar bis 2020. Daneben weiten die Anbieter ihre Dienstleistungen immer weiter aus.

Laut IDC nehmen die zehn größten Dienstleister, mit Amazons AWS mit weitem Abstand an der Spitze, 56 Prozent des Umsatzes ein. Die Analysten von Gartner Research schätzen, dass AWS mehr Umsatz einfährt als die 14 folgenden Konkurrenten zusammen. Der Markt ist jung, wächst stark und so gilt es, jetzt die Kunden an Land zu ziehen und zu binden, wie es zuvor IBM, Oracle oder SAP gemacht haben.

Die zu wirtschaftlichen Bedingungen fast unmögliche Übertragung solcher gigantischen Datenbestände ist für viele potenzielle Kunden auch der Grund, warum sie mit zusammengebissenen Zähnen derzeit ihren alten Datencentern treu bleiben oder sich andere Lösung überlegen, wie etwa hybride Clouds. Das ist praktisch die Zusammenlegung der alten Infrastruktur mit neuen Cloud-Elementen. Der Datenbank-Riese Oracle ist in diesem Gebiet aggressiv unterwegs.

Doch so einfach ist das nicht. Microsoft hatte auf seiner Hausmesse Build schon 2015 das Datenspeichermodell Azure Stack angekündigt. Dabei sollten im Prinzip Microsoft-Server an bestehende Datencenter angedockt werden und eine Mini-Azure-Cloud aufbauen. Doch von Erfolg gekrönt war der Dienst bisher nicht.

Amazon-AWS-Chef Andy Jassy gibt in Las Vegas auf der Hausmesse Reinvent jedenfalls zu, selbst eher danebengelegen zu haben, was den Bedarf an physischem Datentransport in die Cloud angeht. Er habe das Team fast schon „abgestraft“, weil sie seiner Meinung nach zu viele Snowballs gebaut hatten, gibt er scherzend zu. Doch praktisch sofort habe man die zehnfache Menge nachordern müssen. „Ich kann es gar nicht glauben, wie viele Daten wir so hochgeladen haben“, so Jassy.

Das Ganze wurde so populär, dass IT-Profis anfingen, „Snowball-Selfies“ online zu stellen – ihr eigenes Gesicht zusammen mit der Daten-Kiste. Eine Auswahl davon schafft es während der AWS-Konferenz auf die Großleinwand. Die „etwas anzüglichen“ habe er aber rausgelassen, schmunzelt Jassy.

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Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Kampf um Daten: Mit dem Lkw in die Cloud"

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  • @ Al Gu02.12.2016, 09:47 Uhr


    Na klar, alle sind gefaked - außer Ihnen natürlich.


    Deswegen posten Sie auch fast den gleichen Text unter dem Fake-"Marc Hofmann" (fast zu jedem Artikel hier im HB) :-DDDDD


  • @ Al Gu
    Was genau stört Sie an meinen Kommentar?

  • Morgen AL

    mach dir keine Sorgen, ich bin echt :-)
    Ich geb keine Kommentare im Premium-Bereich ab, die liest doch dann keiner mehr !

    Lies net so viele Sci Fi !

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