Karrierenetzwerk
Werbekampagne und Firmenkauf belasten Xing

Die finanziellen Auswirkungen durch Werbung und eine Firmenübernahme bekommt Xing deutlich zu spüren: Der Gewinn des Karrierenetzwerks halbiert sich. Xing profitiert aber dennoch von seinen Neuerungen.
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MünchenEine TV-Werbekampagne und eine Firmenübernahme haben den Gewinn des Karrierenetzwerks Xing im ersten Quartal halbiert. Obwohl das Online-Portal Nutzerzahl und Umsatz nahezu ungebremst steigerte, sank der Überschuss von zwei Millionen auf eine Million Euro.

Das Betriebsergebnis schrumpfte um ein Viertel auf vier Millionen Euro, wie das im Technologieindex TecDax gelistete Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Burda-Tochter steckte von Januar bis März 3,8 Millionen Euro in Werbung, mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Zuletzt hatte Xing sein Angebot für zahlende Mitglieder neu gestaltet, was sich nach Firmenangaben bereits auszahlt.

Belastet wurde das Ergebnis auch durch die Übernahme des Arbeitgeber-Bewertungsportals Kununu im vergangenen Jahr. Einer der Verkäufer war das Management, mit dem Xing einen von der Geschäftsentwicklung abhängigen Nachschlag vereinbart hat. Diesen Kaufpreisanteil muss Xing über mehrere Quartale hinweg als Personalaufwand vom Ergebnis abziehen – eine halbe Million Euro war es in den ersten drei Monaten. Der Konzern hatte seine Aktionäre zuletzt mit einer Ergebniskorrektur negativ überrascht, weil diese Komponente nach Unternehmensangaben im vergangenen Jahr falsch verbucht worden war.

Weil Xing erneut viele Berufstätige und Arbeitgeber für kostenpflichtige Angebote gewinnen konnte, stieg der Quartalsumsatz um 16 Prozent auf 23 Millionen Euro. Damit lag das Erlöswachstum im Durchschnitt des vergangenen Jahres, als Xing Kununu hinzugekauft hatte.

Die Mitgliederzahl in den deutschsprachigen Ländern stieg vom Jahresbeginn bis Ende März um fünf Prozent auf 7,3 Millionen. Damit hat Xing sich in seinem Kernmarkt zwar eine starke Position erarbeitet. International liegen die Hamburger aber selbst mit ihren insgesamt gut 14 Millionen Mitgliedern weit hinter dem Rivalen Linkedin, der zuletzt rund 280 Millionen Nutzer zählte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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