Kartellamt gibt Providence Erlaubnis: Kabel Deutschland hat nur noch einen Herrn

Kartellamt gibt Providence Erlaubnis
Kabel Deutschland hat nur noch einen Herrn

Der Finanzinvestor Providence Equity Partners bekommt das alleinige Sagen beim größten deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland. Das Bundeskartellamt stimmte dem Vorhaben nach eigenen Angaben zu.

HB MÜNCHEN. Damit könne die Übernahme formell am 8. Februar abgeschlossen werden, teilte Providence am Montag mit. Providence hatte im Dezember die Übernahme der Anteile der Mitgesellschafter Apax Partners und Goldman Sachs Capital Partners vereinbart. Nach der Übernahme hält Providence 95 Prozent an Kabel Deutschland; die restlichen Anteile liegen beim Management.

Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. In Finanzkreisen hatte es geheißen, die Finanzinvestoren hätten Kabel Deutschland insgesamt mit rund 3,2 Mrd. Euro bewertet, nachdem sie das Unternehmen 2003 für 1,7 Mrd. Euro von der Deutschen Telekom gekauft hatten. Providence hält auch Beteiligungen an anderen Kabelnetzfirmen in den Niederlanden, Spanien und Schweden.

Kabel Deutschland soll unter der Führung von Providence zu einem Anbieter von so genannten Triple-Play-Diensten umgebaut werden, was die Nutzung des Kabels für Fernsehen, schnelle Internetverbindungen und Telefonie umschreibt. Ziel sei es, in drei Jahren theoretisch mehr als 90 Prozent der anschließbaren 15,3 Mill. Haushalte mit diesen Diensten versorgen zu können.

Derzeit verhandelt Kabel Deutschland auch mit dem Sportrechtevermarkter Arena über eine Zusammenarbeit bei der Verwertung von dessen exklusiven TV-Rechten für die Übertragung der Fußball-Bundesliga. Arena gehört zum Kabelnetzbetreiber Unity Media, mit dessen Vorgängerfirmen Kabel Deutschland einst eigentlich fusionieren wollte. Das Vorhaben war aber am Widerstand des Bundeskartellamts gescheitert.

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