Kartellbeschwerde: Google wegen Android unter Beschuss

Kartellbeschwerde
Google wegen Android unter Beschuss

Die meisten Smartphones laufen mit dem Google-Betriebssystem Android. Missbraucht der Internet-Konzerne diese Marktmacht? Mehrere Konkurrenten haben sich bei der EU-Kommission beschwert und stoßen auf offene Ohren.
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DüsseldorfGoogle droht weiterer Ärger mit den europäischen Kartellbehörden: Mehrere Konkurrenten des Internet-Riesen haben gemeinsam bei der EU-Kommission eine Beschwerde gegen das dominierende Mobilfunk-Betriebssystem Android eingereicht. Google nutze die kostenlose Software als „Trojanisches Pferd“, um den mobilen Markt zu monopolisieren und die Nutzerdaten zu kontrollieren, erklärte die Organisation Fairsearch.org, der etwa Microsoft, Nokia, Oracle und Tripadvisor angehören. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia wollte gegenüber der „New York Times“ zu den Vorwürfen keine Stellung beziehen, erklärte aber, das Betriebssystem bereits überprüfen zu lassen.

Die Argumentation der Google-Gegner: Der Internet-Konzern habe seine Dominanz im Smartphone-Markt erreicht, indem er Android den Geräteherstellern wie Samsung, LG und HTC kostenlos zur Verfügung stelle. Wollten sie beliebte Anwendungen des Internet-Konzerns wie den Kartendienst Maps oder das Videoportal Youtube installieren, müssten sie jedoch ein ganzes Paket von Google-Apps installieren und sie auf der Smartphone-Oberfläche prominent platzieren. Dieses Vorgehen benachteilige andere Anbieter. Android hat bei Smartphones rund 70 Prozent Marktanteil und legt auch im Tablet-Markt deutlich zu.

EU-Wettbewerbskommissar kommentierte die Vorwürfe nicht. Die EU-Kommission nehme Android aber bereits unter die Lupe, sagte er der „New York Times“. Diese Untersuchung läuft unabhängig von einem im November 2010 eröffneten Kartellverfahren, in dem die Behörde überprüft, ob Google seine marktbeherrschende Stellung im Suchmaschinen-Geschäft ausnutzt und Konkurrenten zugunsten seiner eigenen Dienste benachteiligt. Das Unternehmen selbst äußerte sich nicht direkt zur Beschwerde und dem Almunia-Interview und erklärte auf Anfrage lediglich, „weiter kooperativ mit der Europäischen Kommission“ zusammenzuarbeiten.

In den Kartellstreit ums Suchmaschinengeschäft kommt derweil Bewegung. Google wolle diese Woche Lösungsvorschläge übermitteln, sagte Almunia. Die Kommission fordert unter anderem, dass der Suchmaschinenbetreiber in den Ergebnissen eigene Angebote klarer kennzeichnet. Verbraucher sollten „eine echte Wahl“ haben, sagte der Wettbewerbskommissar. Die Regulierungsbehörde werde das Unternehmen aber nicht zu Änderungen an seinem Suchalgorithmus zwingen, sagte Almunia – also jener geheimen Formel, die über die Zusammensetzung der Suchergebnisse bestimmt.

In den USA ist Google bei einer gleichlautenden Beschwerde mit einem blauen Auge davongekommen. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC stellte ihre Ermittlungen nach einigen Zugeständnissen ein. Und den Vorwurf, Google habe bei der Internetsuche andere Websites zugunsten eigener Dienste benachteiligt, ließen die Ermittler fallen.

Fairsearch.org kämpft schon seit mehreren Jahren gegen Google und trug auch zur laufenden Untersuchung des Suchmaschinengeschäfts bei. Zu der Organisation gehören der Software-Konzern Microsoft, Handyhersteller Nokia, die Reise-Portale Tripadvisor und Kayak sowie der Preisvergleich Foundem.

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  • Jetzt zu meckern, dass Microsoft und Konsorten zu den Klägern gehört ist scheinheilig. Google war mal ein super Unternehmen mit toller Suchmaschine. Mittlerweile sind sie zu einem Monopolisten mit ungeheuerlicher Macht geworden. Es ist beängstigend, was man hinter der Fassade Google herausfindet, wenn man sich mit dem Thema ein bisschen mehr befasst... Google muss gestoppt werden! Sonst ist in 10 das Internet = Google! Ich möchte Vielfalt, Diversifisierung und Auswahl haben. Das gilt beim Autokauf ebenso wie beim Internet.

  • Gräßlich, welch schlechter Verlierer Microsoft ist. Ebenso gräßlich, wie deutsche und europäische Behörden die falschen Unternehmen hofiert.
    Wer hat Microsoft wegen ( nicht einmal von einem Microsoft-Mitarbeiter erdachtem) Windows verklagt?
    Kann Bill Gates es nicht mehr ertragen, kein Datenmonopol mehr für sich beanspruchen zu können? Wäre es ihm lieber, wenn überhaupt, die "Macht" an Apple abzugeben?
    Warum ist Google in Deutschland der Internetbuhmann? Ist Deutschland blöd?

  • Detail und Schema der Google-Suchmaschinen Suche gleichen Methoden und Konzepten in der Computerforensik! Der Abgleich von Daten bei Suchmaschinen ähnelt dem Abgleich der Daten, die den gläsernen Bürger ermöglichen! Vor kurzem wurden Details zu Offshore-Systemen offengelegt und in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel dazu veröffentlicht, der die Rolle der Computerforensik darlegt, also der Methoden und Instrumente mit denen die millionen an Daten der Steuersünder und Offshore-Firmengründer analysiert wurden. Im Artikel wurde eine Analyse-Software mit Namen NUIX erwähnt, die z.B. den persönlichen Emailverkehr (In/OU) mit allen Emailpartnern grafisch aufbereitet. In einem Google Selbsttest habe ich meinen persönlichen Namen eingegeben und die ausschließliche Bildersuche aktiviert. Dabei ist etwas erstaunliches zutage getreten. Die Ergebnisse, also die Bilderliste, die die Googlemaschine zu meiner Person erzeugt umfasst nicht nur alle jemals von mir im Web veröffentlichten Bilder sondern Bilder von Personen und Institutionen, die mit mir in Verbindung gebracht werden können. in mehreren Fällen konnte ich dies schematisch rekonstruieren, in einem Fall hatte ich sehr viele Blogs auf einem bekannten Blogforum veröffentlicht, die Googlesuchmaschine, bzw. deren Suchalgorithmen, haben also folgerichtig die Inhaberin des Blogforums mit einem persönlichen Foto mit in die Bilderliste integriert die mit meiner Person zutun haben. Diese Crossover Vernetzung der Rohdaten (Big Data) gleicht exakt dem Suchschema der Spy-Software Nuix. Sowohl Google also auch die Computerforensik, im Falle der Aufdeckung der Offshore-Systeme, zeigt den extrem weiten Fortschritt in der Datenanalyse in Richtung totaler gläserner Bürger!

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