IT + Medien

_

Kartellprobleme: Merkel soll bei Telekom-Deal helfen

exklusivNach der Klage des US-Justizministeriums gegen den Verkauf von T-Mobile USA an AT&T zieht die Deutsche Telekom alle Register. Nun soll Bundeskanzlerin Angela Merkel den Deal retten.

Die Logos der Kommunikationsunternehmen AT&T und Telekom. Quelle: dapd
Die Logos der Kommunikationsunternehmen AT&T und Telekom. Quelle: dapd

DüsseldorfDie Politik unterstützt die Deutsche Telekom bei dem Versuch, ihre kriselnde US-Tochter an AT&T zu verkaufen. Das Handelsblatt (Dienstagausgabe) berichtet unter Bezug auf Konzernkreise, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel US-Präsident Barack Obama kurz nach Bekanntgabe des Deals angerufen hat, um für das Geschäft zu werben. Mit 32 Prozent ist der Bund größter Telekom-Aktionär.

Anzeige

Die Telekom hatte am 20. März erklärt, dass sie T-Mobile USA für 39 Milliarden Dollar an AT&T verkauft. Doch am 31. August klagte das für Kartellfragen zuständige US-Justizministerium gegen den Deal. Die Behörde befürchtet, dass der Wettbewerb darunter leide. Sie zeigte sich jedoch weiterhin bereit für Verhandlungen.

Telekom-Chef René Obermann lässt nun nichts unversucht, den wichtigsten Deal seiner knapp fünfjährigen Amtszeit doch noch durchzuboxen. Aus Kreisen des Telekom-Aufsichtsrats heißt es, Obermann habe sich nach der Klage ein weiteres Gespräch zwischen Merkel und Obama gewünscht. Noch sei es nicht dazu gekommen. „Die Bundesregierung unterstützt den Verkauf“, heißt es aus Unternehmenskreisen. „Es finden Gespräche auf höchster politischer Ebene bis runter auf die Arbeitsebene statt.“ Die Telekom wollte sich dazu nicht äußern.

  • Die aktuellen Top-Themen
Klaas Heufer-Umlauf im Interview: „Man kann nicht im stillen Kämmerlein verharren“

„Man kann nicht im stillen Kämmerlein verharren“

Mit seinem Kumpel Joko macht Klaas Heufer-Umlauf Fernsehen für die junge Generation. Im Interview spricht er über starre Medienfirmen, die neue TV-Nutzung, Konkurrenz durch Amazon und Feedback aus dem Internet.

Devisen-Manipulationen: Deutsche Bank soll 5,1 Milliarden Euro zahlen

Deutsche Bank soll 5,1 Milliarden Euro zahlen

Im Skandal um mögliche Devisenmarkt-Manipulationen dürfte die Deutsche Bank eine drastische Strafe erwarten: Mit 5,1 Milliarden Euro müsste sie die größte Einzelstrafe zahlen. Das ergab eine Studie der Citigroup.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer