Kartellstreit
Real Networks schließt Frieden mit Microsoft

Jahrelang haben sich die beiden Softwarekonzerne Microsoft und Real Networks beharkt. Am Dienstag nun legten sie ihren Kartellstreit bei - und schlossen gar eine Partnerschaft.

HB NEW YORK. Insgesamt seien drei Vereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 761 Millionen Dollar getroffen worden, teilten beide Unternehmen mit. Damit würden alle Streitigkeiten weltweit beigelegt. Für die Einigung an sich zahlen Microsoft 460 Millionen Dollar. Hinzu kämen noch einmal 301 Millionen Dollar, die Microsoft an Real Networks für die Zuarbeitung bei Musik und Spielen zahle. Die Spiele von Real Networks sollen über die Microsoft-Website MSN und die Xbox-Spielekonsole vertrieben werden.

Real Networks hatte Microsoft vorgeworfen, mit der Integration seiner Mediensoftware Media Player in das weltweit verbreitete Betriebssystem Windows Wettbewerber ausgeschlossen zu haben. Real Networks bietet auf diesem Gebiet den Real Player an. Ursprünglich hatte das Unternehmen bis zu eine Milliarde Dollar an Schadenersatz gefordert.

Real Networks hatte Ende 2003 in Kalifornien Kartellklage gegen Microsoft eingereicht. In den vergangenen Jahren hat Microsoft zur Beilegung ähnlicher Kartellstreitigkeiten bereits Millionen Dollar gezahlt, unter anderem an Time Warner und Sun Microsystems.

Auch die EU-Kommission ist wegen der monopolartigen Stellung des Media Players gegen Microsoft vorgegangen. Auf ihren Druck hin bietet Microsoft nun eine Windows-Version ohne das Multimediaprogramm an.

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