Kaum noch Chancen für Übernahmepläne
Kabelnetz-Fusion steht vor dem Aus

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) hat bei seinen Monopol-Plänen einen weiteren Rückschlag erlitten. Die milliardenschwere Übernahme dreier regionaler Kabelnetzbetreiber steht nun offenbar vor dem Aus.

HB MÜNCHEN. Ein Sprecher der KDG sagte am Mittwoch, auch nach der Vorlage umfangreicher Zugeständnisse lehne das Bundeskartellamt eine Zustimmung zu dem Vorhaben weiter ab. In verhandlungsnahen Kreisen hieß es zudem, Kabel Deutschland werde sein Angebot an das Kartellamt voraussichtlich nicht noch einmal nachbessern. Das Kartellamt will bis zum 7. Oktober über die beantragte Fusion der KDG mit den kleineren Konkurrenten Kabel Baden-Württemberg, Ish (Nordrhein-Westfalen) und Iesy (Hessen) entscheiden, durch die praktisch wieder ein Kabel-Monopol in Deutschland mit der Versorgung von mehr als 17 Mill. Haushalten mit TV- und Radiosignalen entstehen würde. Das Bundeskartellamt lehnte eine Stellungnahme ab.

„Die KDG ist sehr enttäuscht, dass das Kartellamt sich unverändert gegen die Übernahme ausspricht“, sagte der Sprecher weiter. Zu den Aussagen aus den Kreisen, wonach Kabel Deutschland voraussichtlich keine weiteren Zugeständnisse mehr machen werde, gab er keine Stellungnahme ab.

In den Kreisen hieß es weiter, das Kartellamt vertrete scheinbar die Ansicht, dass die Bedenken gegen die Fusion durch Zugeständnisse eigentlich gar nicht zu heilen seien. Eine Sprecherin des Kartellamts sagte am Mittwoch lediglich, es gebe laufend Gespräche mit allen Beteiligten.

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