Keine Angaben über Schlussquartal
Mobilcom schafft Ertragswende

Ein Jahr nach Beendigung des verlustreichen UMTS-Geschäfts hat der Büdelsdorfer Mobilfunkdienstleister einen Betriebsgewinn von 103 Millionen Euro erwirtschaftet. Ein besserer Rohertrag, die erfolgreiche Restrukturierung sowie Kostensenkungen haben zu diesem guten Ergebnis beigetragen, hieß es nach Angaben des Konzerns, der 2003 knapp der Insolvenz entgangen war.

HB HAMBURG. Das Mobilfunkunternehmen Mobilcom hat im vergangenen Jahr ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 103,6 Mill. € erzielt und somit eine erfolgreiche Ertragswende geschafft. Wie der zweitgrößte deutsche Mobilfunkdienstleister am Montag in Büdelsdorf mitteilte, habe sich der Umsatz von 2,052 Mrd. € im Vorjahr auf 1,837 Mrd. € verringert.

Die Zahl der Mobilfunkkunden habe sich zu Beginn des vergangenen Jahres von knapp 5 Mill. auf 4,2 Mill. reduziert, hieß es weiter. Im laufenden Geschäftsjahr 2004 will die Firma bei wieder steigenden Kundenzahlen den Betriebsgewinn deutlich steigern. Noch vor etwas mehr als einem Jahr hatte Mobilcom wegen milliardenschwerer UMTS-Lasten vor der Insolvenz gestanden. Das Büdelsdorfer Unternehmen war mit Hilfe der Schuldenübernahme in Milliardenhöhe durch seinen Großaktionär France Telecom der Pleite entgangen.

In der überraschend veröffentlichten Pflichtmitteilung machte das Unternehmen zu Wochenbeginn noch keine Angaben zur Geschäftsentwicklung im Schlussquartal des vergangenen Jahres und gab auch keinen einen Ausblick auf das laufende Jahr. Ein Unternehmenssprecher sagte, dies solle auf der Bilanzpressekonferenz unmittelbar vor der Computermesse CeBIT am 16. März geschehen.

Der Sprecher bestätigte einen Medienbericht, wonach Mobilcom derzeit über liquide Mittel von 250 Mill. € verfügt, die nur zu einem kleinen Teil für das organische Wachstum benötigt würden. Nicht kommentieren wollte er einen Bericht der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“, wonach der Versuch von Mobilcom, seinen Elmshorner Konkurrenten Talkline zu übernehmen, an den Preisvorstellungen von dessen dänischer Konzernmutter gescheitert sei. Dies hatte die Zeitung unter Berufung auf Informationen aus Finanzkreisen am Montag berichtet.

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