Keine Doppelschicht-Kondensatoren mehr
Epcos trennt sich von weiterer Sparte

Der Bauelemente-Spezialist Epcos steigt aus einem weiteren Verlustgeschäft aus. Die Entwicklung und die Produktion von Doppelschicht-Kondensatoren soll bis spätestens 31. März 2007 eingestellt werden.

HB MÜNCHEN. Die Schließung werde das Ergebnis im Segment Kondensatoren und Induktivitäten um vier Mill. Euro verbessern, teilte das Münchener Unternehmen am Dienstag mit. Epcos hatte seit längerem erwogen, sich von dem Verlust bringenden Geschäft mit den so genannten UltraCaps zu trennen. Am Standort Heidenheim bei Ulm fielen 35 Arbeitsplätze weg.

Im April diesen Jahres hat Epcos bereits die verlustreiche Tantal- Kondensatorensparte verkauft. Außerdem wurde im August ein Kooperationsvertrag für Keramik-Kondensatoren mit Taiyo Yuden abgeschlossen. Bei Kondensatoren handelt es sich um Bauelemente, die elektrische Energie speichern können.

Der Ausstieg werde Epcos im laufenden vierten Quartal des Geschäftsjahres 2005/06 einen einstelligen Millionenbetrag kosten. An der Ergebnisplanung vor Steuern und Zinsen (Ebit) für das Schlussquartal (per Ende September) ändere sich aber nichts. „Trotz dieser Einmalbelastung erwartet Epcos, im laufenden Quartal für das fortgeführte Geschäft ein Ebit auf dem Niveau des Vorquartals zu erreichen“, teilte die frühere Siemens-Tochter mit.

Am Aktienmarkt kam der Abschied von dem Verlustbringer gut an. Die Epcos-Aktie legte 4,6 Prozent auf 11,45 Euro zu. UltraCaps galten lange als mögliche Zukunftstechnologie für elektrische Antriebe in Autos. Im Gegensatz zu Batterien können sie elektrische Ladungen schnell aufnehmen und wieder abgeben. Neue Batterieentwicklungen bremsten aber den Erfolg der Kondensatoren. „Unter anderem vor diesem Hintergrund waren Vorleistungen von Epcos in diesem Produktbereich wirtschaftlich nicht länger vertretbar“, erklärte Epcos.

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