Keine Einigung im Microsoft-Direktorium
Zähes Ringen um Yahoo

Keine Fortschritte im Übernahmepoker: Das Direktorium des US-Softwarekonzerns Microsoft kann sich einem Zeitungsbericht zufolge nicht auf das weitere Vorgehen beim Internetanbieter Yahoo einigen. Eine Aufstockung des Angebots werde diskutiert. Allerdings soll Microsoft-Chef Ballmer auch eine andere Option andedeutet haben.

HB SEATTLE. Am Mittwoch tagte das Microsoft-Direktorium in Seattle. Thema: die geplante Übernahme von Yahoo.

Bereits am vergangenen Wochenende war ein Ultimatum Microsofts an Yahoo zur gütlichen Einigung über einen Kauf abgelaufen. Microsoft bietet 41,8 Milliarden Dollar für Yahoo, das die Offerte aber bislang als zu niedrig ablehnt. Das Microsoft-Direktorium prüfe sowohl eine feindliche Übernahme, eine Verbesserung oder auch eine Zurückziehung seines Angebots, berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ).

Microsoft hat dem Bericht zufolge angedeutet, dass es sein Angebot von 31 auf 33 Dollar je Anteilsschein aufstocken könnte. Allerdings liegt dies auch noch unter der Forderung von Yahoo-Großaktionären, die 35 bis 37 Dollar je Aktie erwarten.

Unterdessen habe Microsoft-Chef Steve Ballmer durchblicken lassen, sein Unternehmen könnte sich ganz von dem Angebot zurückziehen, heißt es im WSJ. Analysten sehen darin aber eher einen Versuch, mehr Druck in den Verhandlungen zu machen.

Mit dem Yahoo-Kauf will Microsoft die Dominanz des Rivalen Google bei Online-Suche und Internet-Werbung brechen. Yahoo sucht nach Alternativen und verhandelt mit möglichen anderen Partnern wie Google, dem Online-Portal AOL und dem Medienmogul Rupert Murdoch.

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