Keine freiwillige Rückgabe
Quam will gegen UMTS-Lizenzentzug klagen

Gegen den vertraglich vorgesehenen Entzug ihrer über acht Milliarden Euro teurer UMTS-Lizenz in Deutschland will die gescheiterte Mobilfunkfirma Quam klagen.

HB MÜNCHEN. Das Konsortialunternehmen unter Führung der spanischen Telefónica wolle vor dem Verwaltungsgericht klagen, falls die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) die Mobilfunklizenz wegen fehlender Fortschritte beim Netzaufbau zurückfordern sollte, zitierte die „Wirtschaftswoche“ am Dienstag den Chefjuristen des Unternehmens. Dem Beispiel des Konkurrenten Mobilcom, der seine Lizenz freiwillig zurück gibt, wolle Quam nicht folgen, hieß es in einer Vorabmeldung des Magazins weiter.

Quam hatte im Jahr 2000 für über acht Milliarden Euro eine von sechs deutschen UMTS-Lizenzen ersteigert, den Geschäftsbetrieb in Deutschland aber zwei Jahre später eingestellt. Nach den Lizenzauflagen müssen die Firmen zum Jahresende 25 Prozent der Bevölkerung mit der neuen Mobilfunktechnik erreichen, sonst kann die RegTP die Lizenzen zurückfordern. Die Mobilcom AG, die wie Quam diese Auflage nicht erfüllen wird, gibt die Lizenz freiwillig zurück und will später UMTS-Dienste anderer Netzbetreiber vermarkten.

Quam war als letzter von fünf Anbietern auf dem deutschen Mobilfunkmarkt gestartet und hatte trotz seines großen Werbeaufwands die Konkurrenten Vodafone, Deutsche Telekom, E-Plus und O2 nie erreicht.

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