Keine Fußball-Sublizenz von Arena
Premiere kämpft gegen Abo-Verlust

Der Bezahlsender Premiere wird die Preise nach dem Verlust der Bundesliga-Übertragungsrechte senken. „Premiere nimmt den neuen Wettbewerb sportlich an. Unsere Antwort in Form von Angeboten und Preisen werden wir noch vor Ablauf der Bundesliga-Saison bekannt geben“, sagte Vorstandschef Georg Kofler dem Handelsblatt in Anspielung auf den neuen Konkurrenten Arena.

DÜSSELDORF. Exakte Preismodelle hat Premiere noch nicht in der Schublade. Denn für den Pay-TV-Sender ist es noch nicht ausgemacht, dass er am Ende die Bundesliga nicht zeigen darf. „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass in unserem Angebot auch Bundesliga enthalten sein wird“, sagt Kofler. Der frühere Kirch-Manager geht davon aus, dass die Gespräche mit der Deutschen Telekom und Unity Media es ermöglichen, die Bundesliga ab der kommenden Saison zu zeigen.

Unity Media, der neue Rechteinhaber für die Live-Übertragung der Fußball-Bundesliga, will Premiere unterdessen keine Sublizenz gewähren. „Wir sprechen nicht mit Premiere. Punkt“, sagte Programmgeschäftsführer Dejan Jocic bereits am Montag. Zum Unternehmen gehören die Kabelbetreiber Ish, Iesy und Tele Columbus.

Premiere steht derzeit mit leeren Händen da. Der neue Bundesliga-Sender Arena hatte Premiere völlig überraschend bei dem Bieterwettbewerb für die nächsten drei Spielzeiten der Bundesliga übertrumpft. Die Fernsehtochter von Unity zahlt pro Saison die Rekordsumme von 210 Mill. Euro an die Deutsche Fußball Liga (DFL). Im Gegensatz zu Premiere hatte Arena den Fortbestand der „Sportschau“ der ARD am Samstagabend akzeptiert. Das gab für die 36 Profi-Klubs neben dem hohen Preis den Ausschlag.

Premiere droht ohne Bundesliga unterdessen ein gefährlicher Verlust von Abonnenten. Denn die Fußballfans wandern offenbar zum neuen Bundesliga-Sender Arena ab. „Wir sind von der sehr hohen Nachfrage nach Abonnements überrascht“, sagte gestern eine Sprecherin der Fernsehtochter des Kabelkonzerns Unity Media, der im Besitz der Finanzinvestoren Apollo und BC Partners ist. In den ersten sieben Stunden seien bereits 6 000 Abos verkauft worden. Die Internetseite von Arena sei zeitweise zusammengebrochen. Viele würden nachfragen, wie sie ihr Premiere-Abo kündigen können.

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