Keine Prognose auf weiteren Geschäftsverlauf
Sportbereich bringt EM.TV wieder in Gewinnzone

Das Münchener Medienunternehmen EM.TV hat 2004 vor allem dank des starken Abschneidens im Sportbereich erstmals seit vier Jahren wieder einen Gewinn eingefahren.

HB MÜNCHEN. „Für 2005 strebt der Vorstand eine Steigerung des Konzernumsatzes zumindest im einstelligen Prozentbereich an“, teilte EM.TV am Dienstag in Unterföhring bei München mit. Ohne Sonder- und Einmaleffekte solle auch vor Steuern ein Gewinn anfallen. Konzernchef Werner Klatten bekräftigte, EM.TV habe die Restrukturierung abgeschlossen: „Im Jahr 2004 haben wir die Vergangenheit endgültig hinter uns gelassen.“ EM.TV kündigte an, Zukäufe im Kinder- und Jugendsegment zu prüfen. Weitere Details will der Vorstand am Vormittag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt geben.

EM.TV, bekannt durch die Rechte an Trickfilm-Serien wie Biene Maja, galt zu den Boom-Zeiten des Neuen Marktes als Börsenstar. Nach einer unkontrollierten Expansion und Missmanagement mussten die Münchener eine mehrjährige, harte Sanierung durchschreiten. Zeitweise drohte die Insolvenz.

Mittlerweile ist EM.TV neu aufgestellt und setzt vor allem auf den Sportbereich. So ist das Unternehmen seit einigen Monaten alleiniger Besitzer des Sportkanals DSF und des Internet-Portals Sport 1. Darüber hinaus gehört EM.TV auch die auf Sportereignisse spezialisierte Produktionsfirma Plazamedia.

Bereinigt um einen Restrukturierungsgewinn im ersten Quartal belaufe sich das Ergebnis nach Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 43,9 Millionen Euro, teilte EM.TV mit, ohne eine Vergleichszahl zu nennen. Das Unternehmen verbuchte 2004 Sondererträge von insgesamt 76,8 Millionen Euro, darunter eine Zahlung im Zuge einer Einigung mit Gesellschaften des Kirch-Konzerns. Hinzu kam ein Restrukturierungsgewinn von 94,4 Millionen Euro, so dass sich vor Steuern ein Gewinn von 142,5 (2003: minus 135,2) Millionen Euro ergab. Der Umsatz sank deutlich auf 206,6 (2003: 270,0) Millionen Euro. Wegen Änderungen im Konsolidierungskreis sind die Vorjahreswerte jedoch kaum vergleichbar.

Der Sportbereich steuerte 2004 mit 177,6 Millionen Euro rund 86 Prozent zu den Konzernerlösen bei. Das Ergebnis in dem Segment belief sich den Angaben zufolge auf 21,8 Millionen Euro.

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