Keine Prognose
Intershop weitet Verluste aus

Der krisengeschüttelte Jenaer Softwareanbieter Intershop kommt nicht aus den roten Zahlen. Der einstige Börsenstar zu Boomzeiten des Neuen Marktes schrieb auch im dritten Quartal 2005 Verluste, die Umsätze schmolzen weiter zusammen.

HB FRANKFURT. Der Nettoverlust habe sich auf 1,5 Millionen Euro ausgeweitet, verglichen mit 1,1 Millionen im zweiten Quartal, teilte das auf die Herstellung von Software für den elektronischen Handel spezialisierte Unternehmen am Donnerstag mit.

Im Zeitraum Juli bis September des Vorjahres hatte der Verlust 1,8 Millionen Euro betragen. Der Firmenumsatz ging auf 3,9 Millionen Euro zurück von 4,2 Millionen im Vorquartal. Die Lizenzerlöse stiegen dagegen zum zweiten Quartal um ein Viertel auf 0,5 Millionen Euro.

Eine Prognose für 2005 wollte die Intershop AG, die in den vergangenen Jahren angesichts der schwachen Geschäftsentwicklung ihre Belegschaft massiv ausgedünnt hat, weiterhin nicht wagen.

Zu Jahresbeginn hatte Intershop nach Jahren der Krise noch schwarze Zahlen versprochen. Die Finanzmittel reduzierten sich in den vergangenen Monaten weiter auf 11,2 Millionen Euro nach 13 Millionen Ende Juni.

In der vergangenen Woche hatte sich der angeschlagene Software-Anbieter sich über eine Kapitalerhöhung rund 4,3 Millionen Euro beschafft. Es wurden nach Firmenangaben knapp 4,3 Millionen Aktien im Wert von je einem Euro ausgegeben worden. Das Grundkapital erhöhte sich damit von 8,5 auf knapp 12,8 Millionen Euro.

Allein im vergangenen Jahr hatte es bei Intershop drei Kapitalmaßnahmen gegeben. Von der Hauptversammlung in diesem Jahr wurde zudem ein Kapitalschnitt durch Zusammenlegung von drei zu einem Anteilsschein beschlossen.

Die frei verfügbaren Mittel wurden Ende Juni mit 6,6 Millionen Euro angegeben. Das auf Programme für den Handel im Internet spezialisierte Softwarehaus beschäftigt nach der Schrumpfkur der vergangenen Jahre noch rund 220 Angestellte.

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