Keine Umsatzprognose
Teleplan macht weiter Minus

Zwar konnte der IT-Reparaturdienstleister Teleplan seinen Nettoverlust im ersten Halbjahr leicht verringern. Vor allem wegen hoher Restrukturierungskosten wird für das Gesamtjahr ein deutliches Minus erwartet.

HB FRANKFURT. Im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms plant das niederländische Unternehmen den Abbau von etwa 1000 der 4800 Stellen und strebt dadurch 2005 wieder einen Gewinn an. Die außerordentliche Hauptversammlung der im Kleinwertsegment SDax gelisteten Gesellschaft bestätigte am Donnerstag den Anfang Juli angekündigten Wechsel im Vorstand und Aufsichtsrat. Für 2004 rechnet Teleplan mit einem Konzernverlust von 65 (Vorjahr: minus 42,3) Millionen Euro inklusive Restrukturierungskosten von 34 Millionen Euro. Eine Umsatzprognose gab Teleplan nicht ab. Anfang Mai hatte das in Veldhoven ansässige Unternehmen auf Grund der damaligen Geschäftsentwicklung die Prognosen für das laufende Jahr zurückgezogen.

Die Teleplan-Aktie verlor am Donnerstag zeitweise sieben Prozent und lag zum Xetra-Handelsschluss noch fünf Prozent im Minus bei 1,90 Euro.

40 Millionen Euro Einsparungen bis 2005 geplant

In der ersten Jahreshälfte verringerte Teleplan bei stabilen Umsätzen seinen Verlust. Unter dem Strich fiel ein Minus von 13,1 Millionen Euro an, nach 16,9 Millionen Euro Verlust im Vorjahreszeitraum. Der operative Verlust (Ebitda) betrug 6,9 Millionen Euro nach 8,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz blieb mit 138,6 Millionen Euro nahezu unverändert. Maßnahmen zur Kostensenkung sollten bis Ende 2005 Einsparungen von 40 Millionen Euro bringen, kündigte Teleplan an. 2005 wolle das Unternehmen unter dem Strich dann wieder Gewinne schreiben. In den folgenden Jahren hofft Teleplan, an dem wachsenden Markt partizipieren zu können.

Die außerordentliche Hauptversammlung von Teleplan bestätigte am Donnerstag die Neubesetzungen in Vorstand und Aufsichtsrat. Martin Kunzmann wurde zum neuen Vorstandschef (CEO) und Gotthard Haug zum Finanzvorstand (CFO) ernannt. Zudem gab es zahlreiche Neubesetzungen im Aufsichtsrat. Vorsitzender des Kontrollgremiums wurde Juhani Anttila. Im April hatte der damalige Teleplan-Vorstandschef Tjeu Blommaert vorübergehend sein Amt niedergelegt, nachdem die Gesellschaft 2003 wegen umfangreicher Firmenwertabschreibungen und Restrukturierungskosten einen hohen Verlust ausgewiesen hatte.

Teleplan ist früheren Angaben zufolge einer der weltweit größten unabhängigen Anbieter von Reparaturdienstleistungen in den Bereichen Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik.

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