Keine Vormachtstellung
EU stellt Ermittlungen gegen Telekom-Firmen ein

Die EU-Kommission wird nicht weiter gegen die Deutsche Telekom, Telefonica und Orange ermitteln. Diese hätten ihre Vormachtstellung nicht missbraucht. Trotzdem wollen die Wettbewerbshüter den Markt beobachten.
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BrüsselDie EU-Wettbewerbshüter haben ihre Ermittlungen gegen die Deutsche Telekom sowie die Konkurrenten Telefonica und Orange eingestellt. Die Brüsseler Behörde hatte in den vergangenen 14 Monaten untersucht, ob die Anbieter ihre Vormachtstellung bei Endkunden missbraucht haben, um große Internet-Datenübertragungsfirmen auszubooten.

Die EU-Kommission habe jedoch keine Hinweise auf ein solches Fehlverhalten gefunden, teilte sie am Freitag mit. Dennoch wollten die Wettbewerbshüter den Sektor genau im Auge behalten.

Hintergrund ist ein Streit zwischen Internet-Datenübertragungsfirmen wie Cogent und den Telekom-Anbietern. Cogent verkauft Internet-Anschlüsse - bietet seinen Service mittlerweile aber oft günstiger an. Allerdings hat der US-Konzern keine eigene Leitung zu den Privatkunden - und ist dafür auf die Netze etwa der Deutschen Telekom angewiesen. Umstritten ist in diesem Zusammenhang auch, wer die notwendige Erweiterung der IT-Infrastruktur bezahlt: die Datenübertragungsfirmen oder die Telekom-Anbieter.

Auch französische und deutsche Wettbewerbshüter hatten den Fall untersucht - und die Ermittlungen gegen die Telekom-Firmen eingestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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