Keine Zukäufe geplant
Freenet setzt vor allem auf DSL

Der Internet- und Telekomanbieter Freenet hat seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. „Wir werden beim Umsatz sicherlich zwischen 450 und 500 Millionen Euro landen, das ist das angestrebte Ziel“, sagte Freenet-Vorstandschef Eckhard Spoerr.

HB FRANKFURT. Freenet erwarte im Gesamtjahr zudem ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 130 Millionen Euro, einen Vorsteuergewinn von 90 Millionen Euro sowie einen Zuwachs von 280.000 Kunden bei dem schnellen Internet-Zugang DSL. „Wir gehen davon aus, dass das realistische Ziele sind, die wir versuchen, zu erreichen“, sagte Spoerr. Freenet hatte im Mai anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal seine Prognose für das Vorsteuerergebnis auf rund 90 Millionen Euro von 70 Millionen Euro erhöht. Davor hatte das Unternehmen einen Zuwachs von mindestens 40 Prozent in Aussicht gestellt. 2003 hatte Freenet einen Umsatz von 365,5 Millionen Euro, ein Ebitda von 79,88 Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn von 47,6 Millionen Euro erzielt.

Das zweite Quartal des im TecDax gelisteten Unternehmens ist nach den Wort Spoerrs im Rahmen der Erwartungen verlaufen. „Bei den Ergebniskennziffern liegen wir im Plan und bei den DSL-Kundenzuwächsen leicht über Plan“, sagte Spoerr. „Hier legen wir extrem Fokus darauf und das trägt entsprechende Früchte“, fügte Spoerr mit Blick auf das DSL-Geschäft hinzu. Das Festnetzgeschäft laufe nach Plan. Den Portalbereich wolle Freenet weiter ausbauen. „Hier haben wir noch nicht das ganze Potenzial ausgenutzt“, sagte Spoerr. Im Portalgeschäft wolle Freenet rein organisch wachsen. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen in diesem Segment einen Umsatz von 6,8 Millionen Euro erzielt.

Im zweiten Quartal dürften hier Umsatzzuwächse im zweistelligen Prozentbereich erreicht worden sein, sagte Spoerr. „Die Acht-Millionen Marke ist geknackt“, fügte er hinzu. Künftig sehe Freenet weiter einen sehr starken Fokus im DSL Bereich, wobei der Anteil des des Umsatzes mit der traditionellen Internet-Einwahl über Telefon zu Gunsten von DSL sicherlich zurück gehen dürfte. Im Segment Sprachtelefonie wolle Freenet seinen Marktanteil mittelfristig signifikant erhöhen, kündigte Spoerr an. So solle der Marktanteil von Freenet bei Call-by-Call und Pre-Selection mittelfristig auf 15 bis 20 Prozent von derzeit acht bis zehn beziehungsweise rund acht Prozent steigen.

Akquisitionen stehen bei Freenet nach den Worten Spoerrs derzeit nicht ins Haus. „Mir ist nicht bekannt, dass irgendwelche Unternehmen, die für uns strategisch interessant sind, derzeit zum Verkauf stehen, aber wenn es Bewegung gibt, sind wir flexibel genug, entsprechend zu agieren.“ Das Unternehmen verfüge derzeit über eine Kriegskasse von 150 Millionen Euro an liquiden Mitteln und ein Gesamtfinanzierungsvolumen durch Kapitalmaßnahmen oder Fremdkapital, die Akquisitionen von 600 Millionen bis eine Milliarde Euro erlaubten.

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