Kino-Hits treiben Gewinn kräftig in die Höhe
„Die Unglaublichen“ helfen Disney

Der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney hat seinen Gewinn im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um stattliche 30 Prozent gesteigert. Kino-Hits wie „Die Unglaublichen“ und „Der Babynator“ haben dabei geholfen.

HB LOS ANGELES. Höhere Einschaltquoten und Werbeeinnahmen bei der Fernsehtochter ABC und den Kabelfernsehkanälen sowie gestiegene Besucherzahlen, mehr Hotelgäste und höhere sonstige Einnahmen der Disney-Freizeitparks trugen mit zu den soliden Ergebnissen bei. Höhere Disney-Lizenzeinnahmen brachten der Verbrauchersparte einen starken Gewinnanstieg.

Disney verdiente in dem am 2. April beendeten Sechsmonatsabschnitt 1,4 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro) oder 16 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Halbjahresumsatz legte um fünf Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar zu, gab Disney mit Sitz in Burbank (Kalifornien) am Mittwoch bekannt.

Disney wies für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar aus. Das waren neun Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Quartalsgewinn erhöhte sich sogar massiv um 30 Prozent auf 698 Millionen Dollar oder 33 (Vorjahresvergleichszeit: 26) Cent je Aktie.

Der Umsatz der Fernseh- und Kabelfernsehsparte erhöhte sich um sechs Prozent auf drei Milliarden Dollar. Der operative Gewinn gab allerdings wegen Sonderfaktoren um ein Prozent auf 671 Millionen Dollar nach. Die Fernsehtochter ABC hat mit Erfolgssendungen wie „Desperate Housewives“ (Verzweifelte Hausfrauen) viele Zuschauer zurückgewonnen. Der erfolgreichste amerikanische Kabelsportsender ESPN hat ebenfalls hohe Werbeeinnahmen herein geholt.

Disney verbuchte in seinen Freizeitparks im zweiten Quartal einen Umsatz von 2,1 Milliarden Dollar, plus 26 Prozent. Der operative Gewinn stieg um drei Prozent auf 193 Millionen Dollar. Disney will im September den Disney-Freizeitpark in Hongkong eröffnen und verspricht sich von dem 50-jährigen Disneyland-Jubiläum ebenfalls starke Impulse.

Der Filmstudioumsatz erhöhte sich um fünf Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn schoss wegen der hohen DVD- Verkäufe von Erfolgstiteln wie den „Incredibles“ sogar um 65 Prozent auf 253 Millionen Dollar in die Höhe. Hinzu kam der Kino-Kassenschlager „The Pacifier“.

Bei Verbraucherprodukten gab es einen Umsatzrückgang von neun Prozent auf 465 Millionen Dollar. Der operative Gewinn der Sparte erhöhte sich jedoch um 48 Prozent auf 111 Millionen Dollar. Es waren auch die roten Zahlen der verkauften nordamerikanischen Disney-Geschäfte entfallen.

Unternehmenschef Michael Eisner ging von einem weiteren Jahr doppelstelliger Gewinnzuwachsraten aus. Sein designierter Nachfolger Robert Iger verspricht sich auch langfristiges Wachstum. Iger übernimmt die Disney-Führung endgültig im September. Die ehemaligen Disney-Verwaltungsratsmitglieder Roy Disney und Stanley Gold haben gegen die Ernennung Igers eine Gerichtsklage eingereicht.

Der Disney-Aktienkurs gab um ein Prozent auf 26,67 Dollar nach. Disney hatte seine Ergebnisse noch während des Börsenhandels vorzeitig bekannt gegeben, weil versehentlich eine interne E-Mail mit Geschäftsergebnissen herausgegeben worden war. Sie sollten ursprünglich erst nach Börsenschluss veröffentlicht werden.

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