KKR übernimmt Panamsat von Rupert Murdoch
Finanzinvestoren stecken Milliarden in Satelliten

Im Geschäft mit kommerziellen Satelliten werden Finanzinvestoren künftig eine noch größere Rolle spielen. Gestern bestätigte der US-SatellitenfernsehKonzern DirecTV den Verkauf seiner Satellitentochter Panamsat an die Private-Equity-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts.

cha DÜSSELDORF. KKR bezahlt 3,53 Mrd. $ (2,96 Mrd. Euro). Da KKR auch Schulden übernimmt, hat das Geschäft insgesamt eine Größenordnung von 4,3 Mrd. $. KKR hatte vorgestern auch die Übernahme der Chemiefirma Dynamit Nobel bekannt gegeben.

Panamsat betreibt 24 geostationäre Satelliten weltweit, gehört aber nach eigenen Angaben nicht mehr zum Kerngeschäft von DirecTV, die vom australische Medienunternehmer Rupert Murdoch kontrolliert wird. Murdoch hält über seine Fox-Entertainment 34 % an DirecTV. Er hatte sich im vorigen Jahr in den Fernsehkonzern eingekauft, um auch im wachsenden Geschäft mit Satelliten-TV in den USA mitmischen zu können.

„Mit KKR als unserem Partner werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und unsere Kapazitäten signifikant ausbauen können“, begrüßte Joe Wright, Chef von Panamsat, den Verkauf. Ein Sprecher von KKR lobte den Wachstumskurs des Unternehmens. Dagegen hatten die Analysten der US-Bank Lehman Brothers das Rating des reinen Satellitenbetreibers jüngst auf „untergewichten“ zurückgestuft. Sie begründeten dies unter anderem mit dem Hinweis auf die im Vergleich zur Konkurrenz alte Satellitenflotte.

Mit dem Verkauf von Panamsat kommt es bei DirecTV zu einer Zäsur: Das Unternehmen trennt sich mit der traditionsreichen Tochter vom reinen Satellitengeschäft, um sich auf das Geschäft mit Direktfernsehen aus einer Hand zu konzentrieren. In der Branche gilt es als sicher, dass Rupert Murdoch den Verkaufserlös nun in den Ausbau der Kundenbasis von DirecTV, der Nummer zwei in den USA, stecken wird. Das Satellitenfernsehen gilt als Wachstumsbranche, DirecTV bereitet die Digitalisierung vor und braucht daher schnell frisches Geld.

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