Klinkhammer hofft auf Verlangsamung
Telekom drängt auf raschen Stellenabbau

Die Deutsche Telekom drängt nach dem Scheitern der Gespräche mit der Gewerkschaft Verdi auf eine schnelle Umsetzung des geplanten Abbaus von 32 000 Stellen. Der Konzern erwartet zudem auch für die nächsten Jahre einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen - wenn auch möglicherweise langsamer als bisher.

HB BONN. Personal-Vorstand Heinz Klinkhammer machte in einem Interview deutlich, dass der bis 2008 vorgesehene Wegfall von 32 000 Stellen nicht „das Ende der Fahnenstange“ sei. Zugleich signalisierte der Konzern am Montag in Bonn erneut Bereitschaft, die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi über den Stellenabbau wieder aufzunehmen.

Die Telekom hat seit 1995 bereits im Durchschnitt 10 000 Arbeitsplätze pro Jahr abgebaut. Technische Änderungen vor allem im Festnetz verursachen nach Darstellung des Unternehmens wahrscheinlich auch in Zukunft sinkenden Personalbedarf. Aber auch durch Regulierungsentscheidungen geförderter zunehmender Wettbewerb lasse Arbeitsplätze bei dem früheren Monopolisten wegfallen.

Klinkhammer sagte, er hielte es für unredlich, den Eindruck zu erwecken, als ob der Konzernumbau mit den jetzt in Rede stehenden 32 000 Stellen bereits abgeschlossen wäre. Zwar hoffe er auf ein langsameres Tempo, die Richtung bleibe aber bis auf weiteres unverändert.

Klinkhammer zeigte sich enttäuscht über die Ablehnung des Kompromisses über einen sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau durch die Gewerkschaft. Obwohl ihr die Beschäftigungsproblematik bei der T-Com hinlänglich bekannt gewesen sei, habe Verdi die Ablehnung des Verhandlungskompromisses mit der geplanten Reduzierung der Call-Center-Standorte von derzeit 96 auf 51 begründet. Klinkhammer betonte, er habe in den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern keine Salamitaktik betrieben. „Heute einen Kompromiss zu beschließen und schon morgen die nächste Kröte zu präsentieren, ist nicht mein Stil.“ Darum lehne er es auch ab, Illusionen über die längerfristige Beschäftigungsentwicklung im Konzern zu nähren.

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