Kommentar
Steve Jobs ist tot - Apple lebt weiter

Apple wird den Tod seines Gründers wirtschaftlich verkraften. Finanziell besteht daran ohnehin keinen Zweifel. Das Unternehmen steht schließlich so gut da wie noch niemals zuvor.
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San FranciscoEin iPhone 5, ein iPhone 6, ein iPad 4? Die Blaupausen dafür sind schon da, und das ist das erste große Vermächtnis des genialen Erfinders. Diese Produkte werden den Geist von Steve Jobs atmen, wenn sie erscheinen. Solange niemand auf die Idee kommt, jetzt müsse man erst mal alles anders machen, ist Apple nicht in Gefahr.

Die Chancen dafür sind extrem gering. Das aktuelle Führungsteam ist nicht nur sehr erfahren, sondern über Jahre mit dem Arbeitsstil von Jobs vertraut. Auch wenn er immer das letzte Wort haben wollte, er hat sich nie gescheut, die besten Leute um sich zu scharen und sie auch zu halten. Ein Talent, das sich jetzt auszahlt.

IBM-Chef Sam Palmisano hat jüngst auf einer Veranstaltung im Silicon Valley gesagt, man dürfe nicht Charisma mit Führungskraft verwechseln. Niemand ist in Sicht, der den Charismatiker Steve Jobs ersetzen kann, aber die Führungsqualitäten des Vorstands unter dem langjährigen Weggefährten Tim Cook sind unbestritten.

Intern ist es schon lange so, berichten Mitarbeiter, dass die Ideen zu einem großen Teil aus den zahlreichen Forschungsabteilungen kommen und Steve Jobs in stundenlangen Sitzungen mit seinen Top-Kräften die Spreu vom Weizen getrennt hat.

Apple hat lange genug Zeit gehabt, einen Nachfolger für diese Filterfunktion aufzubauen. Das kann, aber muss nicht Cook sein. Von diesem letzten Ideen-Filter wird es abhängen, ob Apple mit gleicher Geschwindigkeit weiterfährt wie bisher, wenn Steve Jobs’ langer Atem nicht mehr nachwirkt.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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  • Seit ich mit Computer arbeite begleiten mich Macs und Steve Jobs. Er hat es geschafft, dass Computer für alle bedienbar wurden. Andere haben das nachgemacht. Ich bin traurig, dass Steve so früh gehen musste, mein Beileid gilt seiner Familie. Schade dass ich nie Gelegenheit hatte, ihn persönlich kennen zu lernen. Ich werde Dich nie vergessen, Steve. Irgendwann sehen wir uns vielleicht wieder.

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