Kommunikationsbranche
Bitkom glaubt nicht mehr an Wachstum

Die wirtschaftliche Eintrübung dämmt die Erwartungen der deutschen Informations- und Kommunikationsbranche (ITK). Der Branchenverband Bitkom rechnet für 2009 nicht mehr mit einem Wachstum von 1,5 Prozent, sondern mit stagnierenden Geschäften.

HB DÜSSELDORF. "Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Hightech-Industrie drücken in einigen Marktsegmenten die Umsatzerwartungen nach unten", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer am Donnerstag. Für dieses Jahr geht der Verband noch von einem Wachstum von 1,2 Prozent aus.

Während der IT-Markt 2009 wohl um 1,5 Prozent wachsen werde, weil der Bereich gerade in Krisenzeiten von enormer Bedeutung sei, stehe der Telekommunikationsmarkt weiter unter Preisdruck - auch durch Markteingriffe der EU, sagte Scheer. Der Umsatz in diesem Segment werde um 1,2 Prozent sinken. Eine Trendwende deute sich auf dem Markt für digitale Unterhaltungselektronik an. Nach einem Plus von 4,4 Prozent in diesem Jahr sei 2009 ein Minus von 2,5 Prozent zu erwarten. Umfragen zeigen, dass sich viele Verbraucher bei solchen Anschaffungen vorerst zurückhalten wollen.

Erst vor wenigen Wochen hatte Scheer gesagt, die Branche sehe sich von der Finanzkrise noch kaum betroffen, auch wenn die Unsicherheit zunehme. Damals erwarteten 49 Prozent der Unternehmen, in den nächsten Monaten von den Auswirkungen der Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Scheer sagte aber, zur Jammerei gebe es keinen Grund. Die ITK-Branche könne einen wichtigen Beitrag leisten, aus der Rezession zu kommen. Staatshilfen lehnte Scheer ab. Um die ITK-Unternehmen zu stützen, forderte er die öffentliche Hand auf, zu investieren.

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