Komplette Managementeben fällt weg
E-Plus streicht jede zehnte Stelle

Der drittgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber E-Plus baut 300 von rund 3 000 Stellen ab. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. Der Stellenabbau werde nicht ohne betriebsbedingte Kündigungen möglich sein, sagte E-Plus-Geschäftsführer Michael Krammer.

HB AMSTERDAM/FRANKFURT. E-Plus werde umgehend Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen über den Personalabbau beginnen. Nach Angaben des niederländischen E-Plus-Mutterkonzerns KPN wird das Management von den Stellenstreichungen überproportional betroffen sein. Dort sollen fast 40 Prozent der Mitarbeiter abgebaut werden. Die Pläne seien Teil eines Umbaus von E-Plus, der auf eine Stärkung der Kundenbetreuung ziele.

Den Angaben zufolge soll eine Managementebene komplett entfallen. Parallel dazu würden jedoch 350 neue Arbeitsplätze geschaffen für einen Ausbau des Privatkundengeschäfts. Dabei werde auch eine Stellenauslagerung in Betracht gezogen, gab KPN bekannt. Diese Maßnahme werde sich auf Bereiche konzentrieren, die nicht zum Netzwerk-Kerngeschäft gehörten und eher dem Bau und Betrieb als der Planung und Überwachung des Netzes zugeordnet seien. Das Unternehmen werde unverzüglich Gespräche mit möglichen Partnern für die Stellenauslagerung aufnehmen, hieß es. In der Vergangenheit gingen ähnliche Aufträge an Ericsson und Siemens.

„Der Anteil der Mitarbeiter mit Kundenkontakt wird von jetzt etwa 40 Prozent auf rund 70 Prozent im Jahr 2007 steigen“, erläuterte die Muttergesellschaft KPN. Der drittgrößte deutsche Mobilfunknetzbetreiber E-Plus hat nach eigenen Angaben in Deutschland einen Marktanteil von knapp 15 Prozent.

Unterdessen platzierte nach Angaben von Börsenhändlern die Investmentbank Morgan Stanley acht Mill. KPN-Aktien zu einem Stückpreis von 10,06 Euro. Die Bank und das niederländische Finanzministerium als großer Aktionär wollten dies nicht kommentieren.

Die KPN-Aktie stieg im frühen Handel in Amsterdam zunächst leicht auf 10,17 Euro, gab dann aber wieder auf 10,08 Euro nach.

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