Konjunkturprogramme
Staatsaufträge stützen IT-Branche

Im Sturm der Rezession brechen den IT-Anbietern derzeit reihenweise die Aufträge weg. Die öffentliche Hand hingegen bestellt unbeirrt neue Rechner, Software und IT-Dienstleistungen und stützt damit die Branche.

DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Erste Auswirkungen aus dem Konjunkturprogramm II, das die Bundesregierung im April auf den Weg gebracht hat, sind inzwischen bei den Unternehmen spürbar. Dennoch fordern führende IT-Konzerne in einer Handelsblatt-Umfrage die Politiker auf, für noch stärkere Impulse zu sorgen.

Die IT-Anbieter können in diesen Tagen jeden Euro der öffentlichen Hand dringend gebrauchen,denn ihre Kunden sparen kräftig. Einer Umfrage der Marktforscher von Gartner zufolge haben die Hälfte der IT-Chefs großer Konzerne weltweit im ersten Quartal ihre Budgets gekürzt. Im Schnitt gingen die Ausgaben um mehr als sieben Prozent nach unten.

„In den vergangenen Quartalen haben wir eine Art Aufbruchstimmung im öffentlichen Bereich gesehen“, sagt eine Sprecherin des amerikanischen Netzwerkausrüsters Cisco. In der Verwaltung gebe es großes Interesse und Bereitschaft, neue Projekte anzugehen. Diese Erfahrung haben viele IT-Anbieter in jüngster Zeit gemacht. Die Kommunen planten nun eine Vielzahl von Investitionen vorzuziehen, die sie ursprünglich erst für die nächsten Jahren vorgesehen hatten, heißt es in der Branche. Dadurch werde die geringere Nachfrage unter den Firmenkunden teilweise ausgeglichen.

„Unser Geschäft mit der öffentlichen Hand ist zuletzt stark gewachsen“, sagt Bernhard Fauser, Deutschland-Chef des Computerherstellers Lenovo. Vielen IT-Konzernen reicht das jetzige Konjunkturpaket allerdings nicht aus.

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