Konkurrenten legen Beschwerde ein: Microsoft kommt in Europa nicht zur Ruhe

Konkurrenten legen Beschwerde ein
Microsoft kommt in Europa nicht zur Ruhe

In Europa droht dem weltgrößten Softwarekonzern eine neue juristische Auseinandersetzung. Mehrere Konkurrenten und Kunden werfen Microsoft unfairen Wettbewerb vor und haben daher eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt.

HB BRÜSSEL. Microsoft drohe „Firmen und Einzelpersonen eine echte Wahl zu verweigern“, teilte die European Committee for Interoperable Systems (ECIS) in Brüssel mit. Zu der Gruppe gehören Unternehmen wie IBM, Oracle, Sun Microsystems, Nokia und RealNetworks.

Als Beispiel für ihren Vorwurf des unfairen Verhaltens verwies die Gruppe auf Microsofts Bürosoftware Office, die Konkurrenzprodukte an einem reibungslosen Zusammenspiel mit dem ebenfalls von Microsoft kommenden PC-Betriebssystem Windows hindere. „Es hindert sie, voll Interoperabilität zu erzielen“, sagte Thomas Vinje, ein Ecis-Anwalt.

Microsoft befindet sich in einem seit Jahren dauernden Kartellstreit mit der Europäischen Kommission. Diese hatte vor knapp zwei Jahren entschieden, dass Microsoft mit seiner dominierenden Stellung gegen europäische Wettbewerbsgesetze verstößt. Die Kommission verhängte deshalb eine Strafe von 497 Mill. Euro und zugleich Auflagen für den Vertrieb von Windows. Außerdem gab sie dem Konzern vor, eine vollständige und genaue Beschreibung der Windows-Schnittstellen offen zu legen. Über die Umsetzung der Auflagen befinden sich das Unternehmen und die Kartellbehörde noch im Streit.

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