Konkurrenz für Apple News

Springer und Samsung arbeiten zusammen

Überall auf der Welt suchen Medienunternehmen nach Wegen, ihre Inhalte an die Smartphone-Nutzer zu bringen. Springer hat jetzt einen Partner im Marktführer Samsung gefunden. Der will so mit Konkurrent Apple mithalten.
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Der Medienkonzern Axel Springer will Nutzer von Samsung-Geräten in Europa verstärkt mit Nachrichten versorgen. Quelle: dpa
Samsung und Springer

Der Medienkonzern Axel Springer will Nutzer von Samsung-Geräten in Europa verstärkt mit Nachrichten versorgen.

(Foto: dpa)

BerlinDer Medienkonzern Axel Springer will Nutzer von Samsung-Geräten in Europa verstärkt mit Nachrichten versorgen. In einer strategischen Partnerschaft geht es um digitale Medienangebote exklusiv für Kunden des Smartphone-Marktführers, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten.

Als erstes Projekt wurde die Plattform „Upday“ vorgestellt, die Samsung-Kunden den Zugriff auf eine Vielzahl unterschiedlicher Nachrichteninhalte bieten soll. Sie sollen zum Teil von einem lokalen Redaktionsteam ausgewählt, aber auch von Algorithmen automatisch auf die Interessen eines Nutzers zugeschnitten werden.

Eine Beta-Version der Plattform soll ab Donnerstag in Deutschland und Polen verfügbar sein. Der vollständige Start in den beiden Ländern – sowie auch in weiteren europäischen Märkten – sei für das Frühjahr 2016 vorgesehen. In der Partnerschaft sollen neue digitale Formate für Nutzer in Europa entwickelt werden, hieß es.

Samsung holt sich damit auch Hilfe von Springer, um mit Apple mitzuhalten. Der iPhone-Konzern startet im Herbst zunächst in den USA seine neue App „News“, die ebenfalls Inhalte aus verschiedenen Quellen zusammenbringen soll.

Immer mehr Medieninhalte werden auf Smartphones genutzt. Die Medienhäuser suchen entsprechend nach Wegen, die Aufmerksamkeit der Nutzer auf den Telefonen zu gewinnen - und inzwischen auch auf den noch kleineren Displays von Computer-Uhren. Eine große Frage ist, wie nachhaltige Geschäftsmodelle für diese mobile Ära aussehen können.

Zu einem immer wichtigeren Verbreitungskanal wird Facebook. Springer beteiligt sich auch an dem Projekt „Instant Articles“, bei dem Inhalte bei Facebook vorgehalten werden und dadurch schneller geladen werden sollen.

Das sind die Giganten der Medienwelt
Gute Unterhaltung aus den USA?
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Fernsehsender, Zeitungen, Kinostudios – und zunehmend Online-Dienste: Medien sind ein Milliardengeschäft – im Foto eine Szene aus „The Late Show“ mit David Letterman (rechts) und US-Präsident Barack Obama (links) zu Gast. Auf Basis der Erlöse des Jahres 2014 hat das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik unter Leitung des Medienwissenschaftlers Lutz Hachmeister ein Ranking der 100 größten Medienunternehmen der Welt erstellt. Wir zeigen die Top 10.

Platz 10: Apple
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Erstmals ist Apple in den Top Ten der weltgrößten Medienunternehmen. Möglich macht das eine Änderung der Systematik der Rangliste: Grundlage für die Einordnung in das Ranking waren ausschließlich die Erlöse der Abteilung iTunes, Software & Services, die bei 13,6 Milliarden Euro lagen. Bisher wurde Apple in der Liste nicht berücksichtigt.

Platz 9: Bertelsmann
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Einziges europäisches Medienunterhemen in den Top Ten ist Bertelsmann mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro. Wichtigste Erlösquelle ist die TV-Holding RTL Group. Aber den Konzern zieht es zunehmend in medienfremde Gefilde. So soll das Geschäft mit der Bildung zu einer neuen Unternehmenssäule ausgebaut werden.

Platz 8: Sony
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Mit einem Medienumsatz von 17,8 Milliarden Euro ist Sony abermals das größte nichtamerikanische Medienunternehmen der Welt. Im Gesamtkonzern des japanischen Unterhaltungselektronikriesen, zu dem das Hollywood-Studio Sony Pictures Entertainment, der Musik-Major Sony Music Entertainment sowie eine erfolgreiche Games-Sparte gehört, gewinnen Medienerlöse zunehmend an Gewicht.

Platz 7: Time Warner
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Time Warner, das einst größte Medienunternehmen der Welt, ist das Resultat mehrerer Fusionen. Zu ihm gehören das Hollywoodstudio Warner Bros. (Tom Hardy in Mad Max: Fury Road), das Verlagshaus Time Inc., die Filmproduktion New Line Cinema, der Pay-FV-Sender HBO und die TV-Holding Turner Broadcasting Systems. Das Medienhaus erlöste zuletzt 20,6 Milliarden Euro.

Platz 6: Viacom
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Viacom CBS, das auf einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro kommt, besteht aus zwei börsennotierten Gesellschaften, die beide von der Holding National Amusements Inc. des Firmenpatriarchen Sumner Redstone kontrolliert werden. Zu Viacom gehören die TV-Sender MTV und Nickelodeon sowie das Hollywoodstudio Paramount, zu CBS das Free-TV-Geschäft um das gleichnamige landesweite TV-Network, die TV-Produktion sowie Verlage und Außenwerbung.

Platz 5: DirecTV
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Mit einem Umsatz von 24,3 Milliarden Euro ist DirectTV der führende amerikanische Anbieter für Satelliten-Pay-TV. Das Telekommunikationsunternehmen AT&T will DirectTV für 48 Milliarden Dollar übernehmen. Dem Deal, gegen den die Video-Onlineplattform Netflix klagt, muss noch die amerikanische Kontrollbehörde FCC zustimmen.

Der Medienkonzern baute seine europäische Präsenz zuletzt unter anderem mit der Beteiligung an der Europa-Version der Website „Politico“ aus. Außerdem investierte Springer auch in die gerade in Deutschland gestartete niederländische Plattform Blendle, bei der man einzelne Artikel aus Zeitungen und Magazinen erwerben kann.

  • dpa
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