Konkurrenz für das iPhone
Google schwört Mobilfunk-Allianz ein

Die meisten mobilen Suchanfragen im Internet stammen von iPhones. Dem möchte Google mit seinem neuen, offenen Betriebssystem Android ein Ende setzen. Durch die Kooperation mit Telefonherstellern und Mobilfunkbetreibern könnte die iPhone-Konkurrenz in wenigen Monaten starten.

ZÜRICH. Der Wettbewerb um die Betriebssysteme von internetfähigen Handys wird sich in den kommenden Monaten verschärfen. Das erwartet Google-Mitgründer Sergey Brin wenige Monate, bevor erste Handys mit der neuen, von Google entwickelten Software "Android" an den Start gehen. "Wir werden versuchen, die Partner zu überzeugen, dass sie unsere Web-Services nutzen. Aber vertragliche Bindungen gibt es keine", sagte Brin dem Handelsblatt. Denn die Mobilfunkbetreiber und Gerätehersteller werden die Software nach Belieben ändern oder einzelne Google-Programme durch Konkurrenzprodukte - etwa Yahoo-Websuche - ersetzen.

Vor wenigen Monaten hatte Google eine Mobilfunkallianz mit 33 führenden Firmen der Branche verkündet, darunter T-Mobile, China Mobile, HTC und Motorola.

Im Gegensatz zu den Konkurrenten Rim (Blackberry), Apple (iPhone) und Microsoft (Windows Mobile) ist Android ein frei zugängliches, auf Linux basierendes Betriebssystem. Dabei haben sich in den letzten Wochen gerade die Spannungen mit Apple verschärft. Der US-Konzern bringt am 11. Juli sein neues iPhone auf den Markt. Apples Erfolg ist für Google ein Problem: Bereits heute stammt die Masse aller mobilen Suchanfragen im Internet von iPhones.

Dies ist eine Abhängigkeit, die Google auf Dauer kaum wird akzeptieren können, weil sonst Teile der Werbeeinnahmen zu Telefonherstellern oder Mobilfunkbetreibern fließen könnten. Gerade deshalb hat Google das Konkurrenzbündnis geschmiedet. Die Offenheit des Betriebssystems führt andererseits dazu, dass der Suchmaschinen-Anbieter gar keinen Einfluss darauf hat, ob auf den neuen, mit seinem Betriebssystem ausgerüsteten Smartphones überhaupt Google-Dienste laufen. "Was die Kunden zu sehen bekommen werden, wird durch Hersteller und Telekom-Konzerne bestimmt," sagte Brin.

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