Konkurrenz im Festnetzgeschäft
KPN-Kassen klingeln trotz Umsatzrückgang

Der niederländische Telekomkonzern KPN hat im zweiten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert. Auf Grund scharfer Konkurrenz im Festnetzgeschäft mussten allerdings Umsatzeinbußen hingenommen werden.

HB AMSTERDAM. Für das Gesamtjahr 2004 bekräftigte KPN seine Gewinnprognose, obwohl in der zweiten Jahreshälfte unter anderem das Kundenwachstum in der Mobilfunksparte mit hohem Werbeaufwand gefördert werden soll. KPN teilte am Montag in Amsterdam mit, der Umsatz sei in den Monaten April bis Juni auf 2,927 Mill. € und damit um ein Prozent gefallen. „Zum ersten Mal ist es KPN gelungen, den Marktanteilsverlust im Festnetz im Vergleich mit dem Vorquartal zu stoppen“, erklärte die Firma. Der Marktanteil betrage nun rund 75 %. Die Umsatzeinbußen im umkämpften Festnetzmarkt seien von den Zuwächsen in der Mobilfunksparte nahezu ausgeglichen worden.

An der Börse kletterten die Aktien von KPN bei behauptetem Gesamtmarkt im frühen Handel um 2,7 % auf 6,11 €. Zwar hatten die von Reuters befragten Analysten mit einem höheren Konzernumsatz gerechnet, doch wurden ihre Erwartungen beim Reingewinn deutlich übertroffen. Der Reingewinn von KPN verdoppelte sich binnen Jahresfrist auf 369 Mill. €, da die Ausgaben und die Steuerlast sanken. Auf das verbliebene zweite Halbjahr blicke KPN zuversichtlich, erklärte Konzernchef Ad Scheepbouwer. Der Vorsteuergewinn werde zum Jahresende am oberen Ende der bisher prognostizierten Spanne von 1,4 bis 1,7 Mrd. € liegen, obwohl in der zweiten Jahreshälfte mit zusätzlichen Kosten von 200 bis 300 Mill. € durch erhöhte Werbeaufwendungen und Abschreibungen auf die neue UMTS-Mobilfunktechnik zu rechnen sei.

Die Festnetzsparte von KPN leidet wie bei anderen Telekom-Konzernen in Europa unter hohem Wettbewerbsdruck. Da das Festnetz wegen Sättigung kein Wachstum mehr aufweist, versuchen die Konzerne die Kunden zum Umstieg auf schnelle und hochpreisige DSL-Internet-Anschlüsse zu bewegen. Auch in diesem Segment herrscht jedoch scharfer Wettbewerb, wodurch KPN eigenen Angaben zufolge in diesem Markt nur rund 42 % abdeckt.

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