Konkurrenzkampf mit Oracle
Mittelstand soll SAP beflügeln

Der Computerkonzern SAP verzichtet im Konkurrenzkampf mit seinem härtesten Rivalen Oracle weiter auf milliardenschwere Zukäufe. Einen deutlichen Aufschwung verspricht sich das Unternehmen von seinem neuen Produkt für den Mittelstand.

HB FRANKFURT. „Wir adressieren mit unserem derzeitigen Produktportfolio (Großkundengeschäft) nur 50 bis 60 Prozent unserer Marktmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ergibt es viel Sinn, die Türen weiter aufzustoßen und in Zukunft 80 oder 90 Prozent abzudecken. Es handelt sich hier also um eine Komplettierung unseres Produktfolios“, sagte SAP-Chef Henning Kagermann der „WirtschaftsWoche“ laut einem Vorabbericht vom Sonntag.

Die Walldorfer wollen das Mittelstand-Produkt mit dem Codename A1S, ein Komplettpaket für über das Internet mietbare Unternehmenssoftware, am Mittwoch in New York vorstellen. Kagermann hält dem Magazin zufolge am gesteckten Ziel von 10.000 Neukunden ab 2010 und einer Milliarde Dollar zusätzlichem Umsatz fest: „Das Produkt ist gut, das Konzept ist gut, daher sind diese Vorgaben machbar.“

Kagermann schloss in den Interview eine große Übernahme aus. „Die Frage ist doch, warum wir eine Großakquisition brauchen sollten. Wir gewinnen wieder Marktanteile und das, ohne 25 Milliarden Dollar für Zukäufe auszugeben. Wir verspüren keinen Zwang.“

In der Auseinandersetzung mit dem Erzrivalen Oracle wegen des Vorwurfs der Industriespionage erwartet Kagermann keine schnelle Einigung. „Ich glaube, Oracle möchte das Thema so lange wie möglich in den Medien halten.“ Zwar sei es ein Anliegen von SAP, „die Sache im Sinne unserer Kunden möglichst schnell zu bereinigen auch deshalb, weil es da von unserer Einschätzung gar nicht so viel zu bereinigen gibt.“ Doch, so Kagermann, „wenn das von der Gegenseite anders gesehen wird, müssen halt die Gerichte entscheiden“.

Der Computerkonzern will auch auf milliardenschwere Zukäufe verzichten. „Die Frage ist doch, warum wir eine Großakquisition brauchen sollten. Wir gewinnen wieder Marktanteile und das, ohne 25 Milliarden Dollar für Zukäufe auszugeben“, sagte Vorstandschef Henning Kagermann der „Wirtschaftswoche“. „Wir verspüren keinen Zwang.“

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