Konsolidierungsprozess zieht sich hin – Hoffen auf die Fußballweltmeisterschaft 2006
Werbebranche sieht keine Signale für den Aufschwung

Eine schnelle Erholung der krisengeschüttelten Werbebranche ist nicht in Sicht. „Der Konsolidierungsprozess ist zäher als erhofft. Die Signale bleiben widersprüchlich, auch für 2005“, sagte der Präsident des Gesamtverbands der Kommunikationsagenturen GWA, Holger Jung, in Berlin. Nach Informationen des Verbandes haben sich die positiven Signale nicht verstärkt, sondern liegen vielmehr unter den Erwartung der letzten Jahre.

BERLIN. „Im vorigen Herbst hatten die klassischen Agenturen noch das Gefühl, dass es wieder nach oben geht“, sagte Jung. Aber vor allem Januar und Februar hätten für den Abwärtstrend gesorgt. Seine vorsichtige Wachstumsprognose von zwei Prozent wollte Jung aber nicht nach unten korrigieren. „Ich bin Optimist. 2004 läuft besser als 2003, aber alles andere als überragend“, sagte der Chef der Agenturgruppe Jung von Matt. Eine Prognose für 2005 wollte er nicht abgeben.

Im Gegensatz zu den klassischen Werbeagenturen sind die Mediaagenturen für dieses Jahr eher optimistisch. Aus einer vor zwei Wochen veröffentlichten Umfrage der Organisation der Mediaagenturen (OMG) geht hervor, dass die Branche in diesem Jahr mit um 7,8 Prozent steigenden Umsätzen rechnet. Verbandssprecher und Geschäftsführer der Mediaagentur Zenith More Media (Tochter des französischen Werbekonzerns Publicis), Michael Bohn, hatte die vierjährige Werbekrise damit für beendet erklärt. Die Bruttowerbeeinnahmen der klassischen Medien wie Fernsehen, Zeitschriften, Zeitungen, Radio sollen nach den Erwartungen der Mediaagenturen in diesem Jahr um 4,6 Prozent und im nächsten um weitere 4,5 Prozent steigen. Vor allem die Branchen Finanzdienstleistungen und Telekommunikation sollen das Wachstum treiben.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Nielsen Media Research liegen die Bruttowerbeumsätze der klassischen Medien per Ende August um 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert und belaufen sich auf insgesamt rund elf Mrd. Euro. Verlässliche Netto-Zahlen liegen nicht vor.

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