Konzern entwickelt Prozessorarchitektur mit IBM
Microsoft rüstet seine neue Spielekonsole kräftig auf

Die nächste Generation der Spielekonsole von Microsoft soll deutlich mehr leisten als aktuelle Hochleistungs-PCs. Wie der Softwarekonzern mitteilte, wird die Konsole eine hochauflösende Grafik besitzen und mehr als einen Teraflop Rechenleistung.

HB DÜSSELDORF. Die Prozessor-Architektur des Nachfolgers der knapp 20 Millionen mal verkauften „X-Box“ wurde zusammen mit IBM entwickelt, sagte Jay Allard zuständiger Corporate Vice President auf der Game Developers Conference in San Francisco.

Wann und zu welchem Preis die Konsole letztendlich in den Markt kommen soll, wurde nicht bekannt gegeben. Der größte Konkurrent, Sony Computer Entertainment, wird spätestens zur weltgrößten Branchenmesse E3 im Mai in Los Angeles den Nachfolger der über 80 Millionen mal verkauften, legendären „Playstation 2“ vorstellen.

Microsoft vollzieht angesichts der digitalen Aufrüstung bei Sony mit der neuen X-Box – die noch keinen offiziellen Namen hat – technisch einen drastischen Schwenk im Vergleich zur alten Spielekonsole. Die war noch sehr stark an PC-Technik angelehnt und wurde durch einen Intel-Pentium Prozessor angetrieben. Erhalten bleibt jetzt die Programmierung in Anlehnung an Windows-Standards wie die Programmschnittstelle Direct-X.

Mit der neuen Konsole wird auch das Online-Gaming weiter ausgebaut. Wichtige Funktionen der Online-Plattform X-Box-Live sollen in der Hardware bereitgestellt werden, so dass sich die Spieleprogrammierer darum nicht mehr kümmern müssen. Über Micro-Payment soll etwa der direkte Kauf von Spielen oder Zubehör ohne Umweg über externe Anbieter möglich werden. Mit der Konsolenarchitektur baut Microsoft ein zweites Standbein neben der PC-Allianz Intel/ Windows auf. Die neue Prozessorgeneration könnte zur Basis für weitere Multimedia-Produkte wie Heim-Server oder HD-TV-Geräte werden.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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