Konzern: Es gibt keinen Abbau im großen Stil
SAP verlagert Teil der Verwaltung nach Prag

Die SAP AG plant einem Zeitungsbericht zufolge die Verlagerung von Verwaltungsaufgaben aus der Konzernzentrale in Walldorf und seinen europäischen Ländergesellschaften nach Prag.

HB WALLDORF. Nach Angaben eines SAP-Sprechers könnten Funktionen wie beispielsweise Lohnbuchhaltung oder Reisekostenabrechnung im neuen so genannten Shared Service Center in der tschechischen Hauptstadt europaweit gebündelt werden, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) in ihrer Donnerstagausgabe. Die Entscheidung für den Standort Prag sei gefallen, bestätigte er.

Die Kapazität des neuen Standortes, der im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen soll, stehe jedoch noch nicht fest. Dem Bericht zufolge sollen allerdings keine kompletten Abteilungen aus Walldorf nach Prag verlagert oder in Deutschland Arbeitsplätze in großem Umfang abgebaut werden. Die befürchte jedoch die IG-Metall-Verwaltungsstelle in Heidelberg. In Walldorf seien 1 300 Arbeitsplätze gefährdet, heiße es von dort. Andere Quellen wollten sogar von 1 500 Stellen wissen, schreibt die "FAZ". "Die Zahlen stimmen nicht, sie sind absurd", zitiert die Zeitung den SAP-Sprecher.

Durch die Verlagerung der Verwaltungsfunktionen "wird es keinen Arbeitsplatzabbau im großen Stil geben", habe der Sprecher betont. "Einzelfälle" habe er jedoch nicht ausschließen wollen. Er wies darauf hin, dass SAP bereits angekündigt habe, in diesem Jahr weltweit rund 2 500 neue Stellen zu schaffen, davon entfallen auf Deutschland rund 500. Die künftige Präsenz von SAP in Deutschland sei grundsätzlich davon abhängig, wie stark die Möglichkeiten von Verlagerungen genutzt werden. "Wenn nicht, dann stecken wir hier in der Kostenfalle", sagte der Sprecher.

Es sei ein "Irrglaube, dass beispielsweise Stellen, die nicht nach Tschechien verlagert werden, hier erhalten bleiben".

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