Konzern meldet Milliardengewinn: Apple hofft auf den Klebe-Effekt

Konzern meldet Milliardengewinn
Apple hofft auf den Klebe-Effekt

Die Marke Apple zieht immer noch – nur nicht um jeden Preis, die Gelddruckmaschine stockt. Damit der iPhone-Hersteller wieder kräftig wächst, muss er neue Produkte erfinden. Das Unternehmen vertröstet auf den Herbst.

DüsseldorfEs war nur eine von vielen Zahlen, die Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer herunterratterte. 93 Prozent der iPhone-Nutzer, so der Manager, würden sich wieder ein Gerät mit dem Apfel-Logo kaufen. Loyalere Kunden hat kaum ein Unternehmen in der Technologiebranche. Die Botschaft des Zahlenjongleurs an die Analysten und Journalisten lautete: Seht her, Apple ist so beliebt wie eh und je. Wer einmal ein iPhone hat, will dabei bleiben.

Das ist längst nicht mehr selbstverständlich. Die Anleger bezweifeln, dass der frühere Börsenstar, der mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit dem iPhone macht, weiter so stark zulegen kann wie in der Vergangenheit – und der Ausblick zählt. „Das Wachstum lässt nach, das besorgt die Investoren“, sagt Nick Dillon, Analyst beim britischen Marktforscher Ovum. Die Treue der Nutzer lässt hoffen, dass Apple weiter höhere Preise als die Konkurrenz verlangen kann – und dass neue Produkte wie eine intelligente Uhr oder einen Internet-Fernseher, an denen der Hersteller derzeit angeblich tüftelt, zum Erfolg werden.

Das Wachstum, mit dem Apple jahrelang die Anleger verzückte, ist fast zum Erliegen gekommen. Im dritten Geschäftsquartal, in dem der Konzern keine neuen Produkte herausbrachte, lag der Umsatz bei 35,3 Milliarden Dollar und damit auf Rekordniveau für die Jahreszeit, aber kaum höher als im Vorjahr. Der Gewinn schrumpfte sogar um 22 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Das sind bombastische Zahlen – nur sind auch die Erwartungen bei Apple bombastisch.

Mit dem iPhone übertraf der Hersteller wieder einmal die Erwartungen der Anleger, obwohl die aktuelle Generation bereits seit Herbst auf dem Markt ist und die Konkurrenz leistungsfähigere Geräte für weniger Geld anbietet. 31,2 Millionen Smartphones verkaufte der Konzern im Quartal von April bis Juni, 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und deutlich mehr als von Analysten erwartet.

Allerdings nahm er damit weniger ein als bislang. Der Durchschnittspreis sank von 613 auf 580 Dollar. Das dürfte in Teilen an den Wechselkursen liegen, in Teilen an Rabattaktionen, aber auch an der Popularität älterer Modelle, die der Konzern als Einstiegsmodelle verkauft. Immerhin: Das aktuelle iPhone 5 sei immer noch das beliebteste Familienmitglied, ließ das Unternehmen wissen, ohne Details zu nennen

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