Konzern mit leichtem Minus bei Ebitda und Umsatz
Sondereffekte machen Telekom zu schaffen

Die Deutsche Telekom hat mit leichten Rückgängen bei Umsatz und operativem Gewinn im zweiten Quartal die Erwartungen von Analysten erfüllt. Unter dem Strich stand jedoch ein überraschend deutlicher Gewinnrückgang – eine Reihe von Sonderbelastungen schlug deutlich zu Buche.

HB BONN. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sank im Zeitraum April bis Juni um 1,1 Prozent auf 4,85 Mrd. Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Rückgang um 2,0 Prozent gerechnet. Der Umsatz fiel um 2,9 Prozent auf 15,12 Mrd. Euro und erreichte damit exakt den prognostizierten Wert.

Vorstandschef Rene Obermann bekräftigte die Geschäftsziele für das Gesamtjahr. Demnach erwartet der Konzern weiterhin einen operativen Gewinn und einen Free Cash Flow auf Vorjahresniveau. „Wir haben im ersten Halbjahr bei unseren strategischen Zielsetzungen sowohl im operativen Geschäft als auch mit unseren Kosteneinsparungen gute Fortschritte gemacht“, erklärte Obermann. „Daher gehen wir davon aus, dass wir unsere Finanzziele im Geschäftsjahr 2008 erreichen.“ 2007 hatte der Konzern ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 19,3 Mrd. Euro und frei verfügbare Mittel vor Ausschüttung von 6,6 Mrd. erzielt.

Unter dem Strich stand im abgelaufenen Quartal allerdings ein deutlicher Gewinnrückgang um 34,8 Prozent auf 394 Mill. Euro. Analysten hatten hingegen mit einem Zuwachs um 24,8 Prozent auf 759 Mill. Euro gerechnet. Als Ursachen für den Rückgang nannte das Unternehmen Sondereinnahmen im vergangenen Jahr durch den Verkauf von T-Online France und einmalige Belastungen durch Zinszahlungen. Sie hätten im abgelaufenen Quartal infolge einer niedrigeren Bonitätsbewertung durch Ratingagenturen zu Buche geschlagen.

Die Mobilfunktochter T-Mobile hielt ihren Umsatz mit 8,68 Mrd. Euro stabil, das bereinigte Ebitda legte um 3,4 Prozent auf 2,84 Mrd. Euro zu. Im Breitband- und Festnetzgeschäft stagnierte das bereinigte Ebitda bei 1,9 Mrd. Euro - trotz eines Umsatzanstiegs um 6,4 Prozent auf 5,29 Mrd. Euro. Im Inland verlor der Konzern im abgelaufenen Quartal 653 000 herkömmliche Festnetzanschlüsse, ein Jahr zuvor waren es 516 000 gewesen. Bei DSL-Anschlüssen gewann die Telekom im Inland 340 000 Kunden hinzu. Unter dem Strich belief sich der Zuwachs jedoch nur auf 108 000, da Wiederverkäufer wie etwa United Internet ihren Kunden immer weniger von der Telekom bereitgestellte Anschlüsse anbieten.

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