Konzern will angemessene Dividende zahlen
Schuldenabbau bleibt Priorität der Telekom

Die Deutsche Telekom hat ihr oberstes Ziel für dieses Jahr offenbar bereits im dritten Quartal erreicht. Der Konzern hatte sich vorgenommen, bis Ende 2003 die Schulden auf etwa 49 bis 52 Mrd. Euro zu senken.

slo/HB DÜSSELDORF. „Ich bin recht zuversichtlich, dass die Verbindlichkeiten Ende September innerhalb dieser Spanne lagen“, sagte Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz in München. Die genauen Zahlen für das dritte Quartal gibt die Telekom am 13. November bekannt.

Durch den Verkauf von Beteiligungen und niedrigere Ausgaben hat Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke die Schulden des Konzerns seit seinem Amtsantritt im November 2003 um mehr als 11 Mrd. Euro auf 53 Mrd. Euro Ende Juni gesenkt. Angesichts dieser Fortschritte nahm der Konzern seine Antennen-Sparte und die Telefonbuch-Tochter Detemedien inzwischen von der Verkaufsliste.

Der Schuldenabbau werde aber weiterhin Priorität haben, sagte Ricke am Donnerstag auf einer Konferenz der Investmentbank Goldman Sachs in New York. Er kündigte zudem an, die Telekom werde für 2004 eine dem Jahresergebnis angemessene Dividende zahlen. Bereits bei der Vorlage der Halbjahreszahlen hatte der Konzern verkündet, künftig wieder eine Dividende zu zahlen. Analysten halten eine Ausschüttung zwischen 0,20 bis 0,40 Euro pro Aktie für wahrscheinlich.

Ende August fasste Ricke seine erste Akquisition als Telekom-Chef ins Auge: den polnischen Mobilfunkbetreiber PTC. Er sollte für 1,1 Mrd. Euro vollständig übernommen werden. Derzeit besitzt die Telekom 49 % der PTC-Anteile. Der Zukauf ist jedoch vor einer Woche am Preis gescheitert. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen will der Konzern in einigen Monaten einen erneuten Anlauf starten.

Zuletzt hatte die Telekom die US-Mobilfunkgesellschaft Voicestream übernommen. Heute heißt das Unternehmen T-Mobile USA. Ricke sagte in New York, er erwarte bei der US-Tochter eine Verdoppelung der Kunden auf 20 Millionen. Er legte sich jedoch bei diesem Ziel auf keinen Zeitpunkt fest.

Ende Juni hatte T-Mobile USA 11,4 Millionen Handy-Nutzer. Nach Ansicht von Analysten wird das Unternehmen erst im Jahr 2007 auf die angepeilte Kundenzahl kommen. Bisher hatte die Telekom das Ziel von 15 Millionen Nutzern bis Ende 2004 angegeben. Nach Angabe des Finanzchefs der US-Tochter hat das Unternehmen im dritten Quartal voraussichtlich mindestens 600 000 neue Kunden angeworben.

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