Konzern will Minderheitsaktionäre abfinden
Viacom plant Squeeze-out bei Viva

Der US-Medienkonzern Viacom will einen Squeeze-out bei seiner neuen Musiksender-Tochter Viva Media AG durchführen und damit die Minderheitsaktionäre per Abfindung aus dem Unternehmen drängen. Viva-Angaben zufolge strebt der Mutterkonzern zugleich einen Beherrschungsvertrag mit der Kölner Firma an.

HB DÜSSELDORF. Die Barabfindung für das so genannte Squeeze-Out-Verfahren und den Beherrschungsvertrag werde voraussichtlich in Höhe des Übernahmeangebots für Viva von 12,65 € je Aktie festgesetzt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Viacom werde bis zum Ablauf der verlängerten Annahmefrist am Freitag voraussichtlich mehr als 95 % der Viva-Anteile übernommen haben. Daher werde der Konzern noch in dieser Woche den verbliebenen Viva-Aktionären ein Zwangsangebot unterbreiten. Über Squeeze Out und Beherrschungsvertrag soll noch in diesem Jahr eine außerordentliche Hauptversammlung entscheiden.

Viacom hatte im Juni mit insgesamt 14 Viva-Großaktionären eine Vereinbarung zur Übernahme von zunächst 75,83 % der Viva-Aktien getroffen. Die größten Anteile stammen dabei mit 30,6 % von Time Warner und mit 15,3 % von Universal Music. Für die restlichen im Streubesitz befindlichen Aktien bietet der US-Konzern, zu dem auch der Musiksender MTV gehört, 12,65 € je Inhaberaktie.

Viva-Chef Dieter Gorny erwartet früheren Angaben zufolge durch den Zusammenschluss neue Perspektiven für die bislang um Marktanteile konkurrierenden vier Musiksender in Deutschland, Viva, Viva Plus, MTV und MTV Pop. Durch die Zusammenfassung aller vier Kanäle könne MTV-Viva künftig attraktivere Angebote für die Werbebranche schnüren.

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