Konzern will sich nicht zu weiterem Stellenabbau äußern
Hitzige Debatte um Telekom-Arbeitsplätze

Die Telekom will angeblich auch nach dem Jahr 2005 massiv Stellen streichen. Einen weiteren Arbeitsplatzabbau will die Gewerkschaft Verdi aber nicht zulassen. Nun soll auch der Aufsichtsrat dem Management bei seinen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

HB FRANKFURT. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen zufolge einen von der Unternehmensführung angestrebten Stellenabbau nach dem Jahr 2005 nicht gebilligt. Gespräche mit der Gewerkschaft über eine Fortsetzung des Arbeitsplatzabbaus beim größten europäischen Telekom-Konzern werden nun für das kommende Jahr erwartet.

Aus den Kreisen verlautete am Mittwoch, es habe auf der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrates keinen Beschluss über die vom Vorstand vorgelegte Mittelfristplanung des Unternehmens gegeben. Diese Planung sieht den Angaben zufolge unter anderem vor, dass nach dem Ende des Jahres 2005 die Beschäftigtenzahl weiter sinken soll. Darüber müsse die Telekom aber erst noch Verhandlungen mit der Gewerkschaft führen, die im kommenden Jahr stattfinden könnten. Bis Ende 2005 gelte ein Moratorium, dass einen Arbeitsplatzabbau verhindere.

Die Telekom wollte sich nicht zu ihren Personalplanungen äußern. „Wir nehmen dazu keine Stellung“, sagte der Sprecher. Das Unternehmen ließ zudem Berichte unkommentiert, wonach in den Jahren 2006 und 2007 insgesamt rund 20 000 weitere Stellen gestrichen werden sollen. Dies habe der Aufsichtsrat in der vergangenen Woche beschlossen, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Konzernkreise. Der Beschluss des Aufsichtsgremiums sei in der vergangenen Woche allerdings nicht einstimmig gefallen, berichtete außerdem die "Financial Times Deutschland" weiter.

Bei der Gewerkschaft Verdi hieß es, „eine solche Entscheidung (des paritätisch mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertretern besetzten Aufsichtsrates) ist nicht bekannt.“ Dass die Telekom weitere Stellen abbauen wolle, sei „völlig rätselhaft“ und angesichts des jüngsten Tarifabschlusses nicht nachvollziehbar, hieß es in mit Situation vertrauten Gewerkschaftskreisen. „Mit uns sind weitere Stellenstreichungen nicht machbar“, sagte ein Verdi-Sprecher zudem in Berlin.

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