Konzernchef Eisner unter Beschuss
Nemo brachte Disney wieder auf Kurs

Als Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 ist das Freizeitpark-Geschäft des amerikanischen Unterhaltungs- und Medienkonzerns dramatisch eingebrochen. Im vergangenen Jahr hat sich Walt Disney jedoch wieder gefangen.

HB NEW YORK. Das Unternehmen machte mit Filmhits wie „Findet Nemo“ und „Fluch der Karibik“ sowie einem guten Geschäft seiner Fernsehtochter ABC wieder solide Gewinne. Im Geschäftsjahr 2002/2003 (30. September) verdiente Disney 1,27 Mrd. Dollar. Der Jahresumsatz lag bei 27,1 Mrd. Dollar.

Der US-Unterhaltungskonzern hat auch im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen starken Gewinnanstieg verzeichnet. Der Reingewinn sei im Quartal zum Dezember 2003 auf 688 Mill. Dollar oder 33 Cent je Aktie gestiegen von 36 Mill. Dollar oder zwei Cent je Aktie im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte Walt Disney am Mittwoch kurz nach Börsenbeginn mit. Das Unternehmen gab die Geschäftszahlen früher als ursprünglich geplant bekannt, nachdem der größte US-Kabelfernsehbetreiber Comcast völlig überraschend ein milliardenschweres Übernahmeangebot für Disney veröffentlicht hatte. Die Walt-Disney-Aktie wurde kurz vor Veröffentlichung der Zahlen vom Börsenhandel ausgesetzt.

Konzernchef Michael Eisner steht aber weiterhin unter scharfem Beschuss von Roy Disney und Stanley P. Gold, zwei ehemaligen Verwaltungsratsmitgliedern. Sie fordern in einer Öffentlichkeitskampagne und bei den Disney-Aktionären seinen Rücktritt. Roy Disney ist Neffe des legendären Firmengründers Walt Disney. Disney und Gold hatten Eisner vorgeworfen, er habe die Fernsehtochter ABC nicht gut genug entwickelt und Geschäftspartner wie das erfolgreiche Animationsstudio Pixar verprellt.

In einem Aktionärsbrief verwies der Disney-Verwaltungsrat allerdings in dieser Woche darauf, dass der Disney-Aktienkurs im vergangenen Jahr um 43 % gestiegen sei. Das Unternehmen prognostiziere für das laufende Jahr ein Gewinnwachstum von mindestens 30 %. Das Disney-Studio habe 2003 als erstes Filmstudio mehr als drei Mrd. Dollar (2,4 Mrd Euro) weltweite Einnahmen an den Kinokassen verbucht und sei im In- und Ausland die Nummer eins gewesen, führt der Verwaltungsrat weiter an. Die Disney- Freizeitparks sein die am meisten besuchten Freizeitparks in Nordamerika, Europa und Asien.

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