Konzernchef: Sind nicht an Yahoo interessiert: Murdochs News Corp. verdient dank Fox News etwas mehr

Konzernchef: Sind nicht an Yahoo interessiert
Murdochs News Corp. verdient dank Fox News etwas mehr

Der weltumspannende Medienkonzern News Corp des Unternehmers Rupert Murdoch hat seinen Gewinn moderat gesteigert und dabei von starken Werbeeinnahmen beim Fernsehsender Fox News profitiert. In einer Telefonkonferenz gab der Medienmogul zudem bekannt, er sei an Yahoo nicht interessiert. Für das kommende Geschäftsjahr zeigt sich das Unternehmen optimistisch.

HB NEW YORK. Insgesamt sei im abgelaufenen Quartal mit 832 Mill. Dollar rund ein Prozent mehr verdient worden als vor Jahresfrist, teilte das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mit. Das operative Ergebnis habe um 23 Prozent zugelegt auf 1,4 Mrd. Dollar. Der Umsatz kletterte um 9,5 Prozent auf 8,6 Mrd. Dollar und lag damit deutlich über den Analystenerwartungen.

Die Bilanz wurde von einer einmaligen Abschreibung belastet. Diese entstand im Zusammenhang mit der Beteiligung des britischen Bezahlsenders BSkyB an ITV. Ohne Berücksichtigung dieser Abschreibung habe News Corp beim operativen Gewinn deutlich besser abgeschnitten als erwartet, sagte ein Analyst.

Der Konzern blickt nun optimistischer in die Zukunft und hob seine Prognose für das Geschäftsjahr 2008 an: Das Wachstum des operativen Gewinns werde wohl im mittleren Bereich zwischen zehn und 20 Prozent liegen, sagte Finanzchef Dave Devoe bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. Bislang war der Konzern eher vom unteren Bereich in dieser Spanne ausgegangen.

Murdoch ist im Januar auch beim deutschen Bezahlsender Premiere eingestiegen, was nach Ansicht von Beobachtern auf ein Interesse an den Übertragungsrechten der Fußball-Bundesliga hindeuten könnte. Deren Neuvergabe steht im Frühjahr an. Im Dezember hatte News Corp die 5,6 Mrd. Dollar schwere Übernahme des "Wall Street Journal"-Herausgebers Dow Jones abgeschlossen.

Medienmogul Murdoch äußerte sich sich auch zur geplanten Übernahme des Internetkonzerns Yahoo durch Microsoft. "Wir werden definitiv keine Offerte abgeben", sagte Murdoch am Montag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Wir sind im Moment einfach nicht interessiert." Murdoch hatte 2007 Gespräche über einen Zusammenschluss seiner Internet-Kontaktseite MySpace mit Yahoo geführt, die aber scheiterten.

Am Freitag hatte Microsoft ein Angebot von knapp 45 Mrd. Dollar zum Kauf von Yahoo vorgelegt. Ob die Übernahme gelingt, ist offen. In Kreisen hieß es am Montag, Yahoo wolle sich lieber mit dem Rivalen Google verbünden als sich Microsoft anzuschließen. In anderen Kreisen hieß es, nach dem Microsoft -Angebot gebe es wohl weitere Interessenten für Yahoo. Es gebe erste Kontakte mit Medien-, Technologie- und Telekommunikationsunternehmen sowie Finanzinvestoren. Es sei aber nicht absehbar, ob jemand eine Gegenangebot vorbereite.

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