Konzernumbau
Sun strafft seine Organisation

Weniger Mitarbeiter sollen mehr Umsatz ermöglichen – Computerhersteller setzt auf Strom sparende Rechner.

MÜNCHEN. Der verlustreiche Computerhersteller Sun Microsystems rechnet sich durch einen groß angelegten Konzernumbau gute Chancen aus, im kommenden Jahr wieder ordentliche Gewinne zu erwirtschaften. „Wir wollen mit weniger Mitarbeitern mehr Umsatz machen“, sagt Marcel Schneider, Deutschland-Chef des US-Unternehmens.

Ziel von Sun ist, Mitte 2007 eine Umsatzrendite von vier Prozent zu erreichen. „Früher haben wir bei unseren Kunden stets sehr stark mit unseren neu entwickelten Technologien argumentiert. Jetzt sind wir darauf fokussiert, wirklich auf die Kundenbedürfnisse einzugehen“, erklärt Schneider die neue Strategie.

Im Mittelpunkt der Produktoffensive stehen Server, die weniger Strom verbrauchen als bisherige Generationen und die Geräte der Konkurrenz. „Sun hat das Energie-Thema früher erkannt als die Wettbewerber und hat dadurch einen Vorteil“, sagt Andreas Zilch vom Münchener IT-Beratungshaus Experton Group.

Doch neue Produkte sind nur die eine Seite. In Deutschland streicht die Firma momentan auch 120 von 1 800 Stellen. Gleichzeitig müssen viele Mitarbeiter ihre Büroarbeitsplätze aufgeben und von zu Hause aus arbeiten. Dadurch sollen nicht nur die Kosten sinken: „Durch die Neuorganisation rechnen wir mit einer Produktivitätssteigerung von 20 Prozent“, sagt Schneider. Ein Vorteil sei, dass die Mitarbeiter weniger Zeit im Stau auf dem Weg zur Arbeit verbringen. Zudem werde die Kommunikation untereinander zielgerichteter, weil Telefon- oder Videokonferenzen effizienter seien als persönliche Treffen. Darüber hinaus wird die Verwaltung des Deutschland-Geschäfts in München konzentriert.

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