Konzernumbau: Telekom baut rund 1200 Jobs in Deutschland ab

Konzernumbau
Telekom baut rund 1200 Jobs in Deutschland ab

Der Telefonriese aus Bonn krempelt seine Deutschland-Sparte um. Die Telekom streicht rund zehn Prozent der Stellen in Bereichen wie Marketing, Steuerung oder Verwaltung. Der Konzern will sich mehr Spielraum verschaffen.
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DüsseldorfDie Deutsche Telekom arbeitet an einem größeren personellen Umbau ihrer Deutschland-Sparte, dem nach Mitarbeitern und Umsatz wichtigsten Teilbereich des Bonner Konzerns. So sollen nach Informationen des Handelsblatts aus unternehmensnahen Kreisen bis zu 1200 Stellen oder zehn Prozent aus dem sogenannten Overhead abgebaut werden.

Dieser umfasst verschiedene Querschnittsfunktionen wie Marketing, Steuerung, Controlling und Verwaltung. Das Programm soll kurzfristig greifen und bis zum 30. Juni dieses Jahres abgeschlossen werden. Insgesamt verspricht sich der Konzern dadurch Einsparungen in Höhe von rund 100 Millionen Euro jährlich.

Die Telekom will sich mit diesem Schnitt größeren finanziellen Spielraum verschaffen, um das operative Geschäft zu stärken. Dort will sie mehr Fachleute für den Breitbandausbau, das mobile Internet und die Umstellung der Telekomnetze auf IP-Technologie einsetzen. Der Konzern versteht seine Pläne denn auch in erster Linie als Umbau- und nicht als ein Abbauprogramm. „Der Umbau ist ein stetes Thema für uns“, heißt es im Konzern. „Wir überprüfen immer wieder einzelne Bereiche auf ihre personelle Dimension.“

Die betroffenen Mitarbeiter der Deutschlandsparte sollen entweder in operative Bereiche wechseln oder über Vorruhestandsregelungen oder Abfindungsangebote den Konzern verlassen. Parallel dazu läuft das „Shape Headquarters“-Projekt, nach dem bis 2015 rund 40 Prozent von derzeit 3200 Vollzeitstellen in der Bonner Konzernzentrale abgebaut werden sollen, ebenfalls sozialverträglich. Dies entspricht rund 1300 Arbeitsplätzen.

Die Telekom schmilzt seit Jahren ihren Personalbestand ab, allein in den ersten neun Monaten 2012 sank die Mitarbeiterzahl im Gesamtkonzern um 5000 auf 230.000. In der Deutschlandsparte verringerte sich die Belegschaft im selben Zeitraum um knapp 2000 auf 67.600 Mitarbeiter.

Kommentare zu " Konzernumbau: Telekom baut rund 1200 Jobs in Deutschland ab"

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  • Noch ein Telekomaktionär, der auch viele andere DAX-Konzerne kontrolliert:
    BlackRock übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $3,96 die Analystenschätzungen von $3,73. Erträge mit $2,54 Mrd über den Erwartungen von $2,49 Mrd.

  • 16.06.12 Telekom chef warnt vor Fachkräftemangel

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/wirtschaft/nachrichten/Telekom-Chef-Obermann-warnt-vor-Fachkraeftemangel-article786094.html

  • Jobbau: jedes Jahr stellt die "Deutsche" Telekom 3000 bis 4000 Nachwuchskräfte mit niedrigem oder niedrigstem Lohn ein. Die Beamten werden über eine Stelle die sich PBMNL nennt, herausgemobbt, indem die Rückkherer von Tochtergesellschaften von Frankfurt nach München und von München nach Darmstadt versetzt werden. Oder vom flachen Land in die Großstadt mit teueren Mieten. Für viele ist es da einfacher "dienstunfähig" zu werden oder in Frühpension zu gehen, obwohl sie es nicht wollen.

  • Junge Leistungsträger sind die Verursacher der Krise,mindestens seit Ron Sommer(Ron Lebowitsch geb. in HAIFA(Israel) !!!).
    Verschuldung offiziell mindestens 40 Mrd Euro durch Mismanagement in allen Bereichen. Größenwahnsinn kostet Geld. Voicestream(T-Mobile USA) überteuert zum 6-fachen Preis (50 bis 60 Mrd.) gekauft , zusätzlich zig Mrd in die Erneuerung der Netze und Marketing/Vertrieb investiert.. Ergebnis: kann nicht verkauft werden und ist trotzdem zu klein.
    Dafür in Deutschland Abbau hundertausender Beamter, die nun von Telekom und später vom Staat alimentiert werden müssen.

    Die "Deutsche" Telekom befindet sich zu ca. 60 % und mehr in ausländischer Hand.

    Fazit: Eine Leitungsnetz kann schwerlich privatisiert werden, da viele kleine Firmen sich die Rosinen herauspicken und den Riesen wie Piranhas abnagen.

    Viele Politker haben hier Eigeninteresse, z.B. auch der ehem CSU Postminister Bötsch mit der Fa. Wücom oder Schwarz-Schilling mit seiner Batteriefirma oder Ron Sommer der jetzt bei Hedgefonds und bei den Russen gegen die "Deutsche" Telekom arbeitet.

    Selbst mit scheinbar - scheinbar bürokratischen Beamten hätten wir in jedem Kaff zu einem unschlagbaren Preis. Hochgeschwindigkeitsinternet und Telefonie.

  • Ich bin bei der Telekom seit etwas über einem Jahr beschäftigt. Mein Arbeitsvertrag ist auf 2 Jahre befristet. Wenn Kunden Probleme mit ihrem Internetanschluss haben, werden sie zu mir durchgestellt. Durch die Einführung der IP-Anschlüsse und Fernsehen via Internet (Entertain-Angebot), sind wir pausenlos beschäftigt, auch weil die Internet-Verbindung ab und zu abreißt. Beim Internetsurfen merkt man das kaum, aber das Fernsehprogramm bleibt sofort stehen. Bei IP bez VoIP Anschlüssen fällt bei einer Leitungsstörung Telefon und Internet, Email gleichzeitig aus. Mich wundert es immer wieder, wie die Kunden es überhaupt schaffen, unter diesen Umständen zu unserer Hotline durchzukommen.
    Ich habe gehört, dass Telekom-Mitarbeiter zum Arbeitsamt gegangen sind und jeden, den sie überreden konnten, hier anzufangen, 200 Euro extra angeboten haben.

  • Kein Problem, bei unserem Fachkräftemangel bekommen die 1200 Leute sofort eine neue Stelle angeboten. Warum wird darüber eigentlich berichtet bei dieser gigantischen Nachfrage an Fachkräften?

  • Der Konzern verschafft sich mehr Spielraum für das
    Sponsoring beim FC Bayern, denn bei dem teueren Personal
    das da wieder eingekauft wurde, muss die TELEKOM sicher noch ein Schüppchen nachlegen für die Stradivaris unter den Gesäß-Geigen !!!

  • Ich warte seit 8 Monaten auf meinen Hausanschluß. Dann kriege ich den wohl erst wenn der Flufhafen fertig ist?

  • Da werden sicher nur junge und Leistungsträger gehen, die alten Beamten und Quasi-Beamten bleiben an Bord.

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