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Konzernumbau: Telekom baut rund 1200 Jobs in Deutschland ab

exklusivDer Telefonriese aus Bonn krempelt seine Deutschland-Sparte um. Die Telekom streicht rund zehn Prozent der Stellen in Bereichen wie Marketing, Steuerung oder Verwaltung. Der Konzern will sich mehr Spielraum verschaffen.

Telekom-Zentrale in Bonn: Der Konzern streicht Stellen. Quelle: Reuters
Telekom-Zentrale in Bonn: Der Konzern streicht Stellen. Quelle: Reuters

DüsseldorfDie Deutsche Telekom arbeitet an einem größeren personellen Umbau ihrer Deutschland-Sparte, dem nach Mitarbeitern und Umsatz wichtigsten Teilbereich des Bonner Konzerns. So sollen nach Informationen des Handelsblatts aus unternehmensnahen Kreisen bis zu 1200 Stellen oder zehn Prozent aus dem sogenannten Overhead abgebaut werden.

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Dieser umfasst verschiedene Querschnittsfunktionen wie Marketing, Steuerung, Controlling und Verwaltung. Das Programm soll kurzfristig greifen und bis zum 30. Juni dieses Jahres abgeschlossen werden. Insgesamt verspricht sich der Konzern dadurch Einsparungen in Höhe von rund 100 Millionen Euro jährlich.

Das sind die größten Telekommunikationsunternehmen

  • Platz 10

    Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro

  • Platz 9

    Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro

  • Platz 8

    NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro

  • Platz 7

    Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro

  • Platz 6

    NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro

  • Platz 5

    America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro

  • Platz 4

    Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro

  • Platz 3

    Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro

  • Platz 2

    AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro

  • Platz 1

    China Mobile - 177,02 Milliarden Euro

    Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg

Die Telekom will sich mit diesem Schnitt größeren finanziellen Spielraum verschaffen, um das operative Geschäft zu stärken. Dort will sie mehr Fachleute für den Breitbandausbau, das mobile Internet und die Umstellung der Telekomnetze auf IP-Technologie einsetzen. Der Konzern versteht seine Pläne denn auch in erster Linie als Umbau- und nicht als ein Abbauprogramm. „Der Umbau ist ein stetes Thema für uns“, heißt es im Konzern. „Wir überprüfen immer wieder einzelne Bereiche auf ihre personelle Dimension.“

Artikel zum Download Wie der Stellenabbau der Telekom abläuft

Overhead heißt auf Deutsch „Mehraufwand" - und damit will sich die Telekom nicht mehr abfinden. Die Gründe für den bevorstehenden Stellenabbau – und wie er ablaufen wird.

Die betroffenen Mitarbeiter der Deutschlandsparte sollen entweder in operative Bereiche wechseln oder über Vorruhestandsregelungen oder Abfindungsangebote den Konzern verlassen. Parallel dazu läuft das „Shape Headquarters“-Projekt, nach dem bis 2015 rund 40 Prozent von derzeit 3200 Vollzeitstellen in der Bonner Konzernzentrale abgebaut werden sollen, ebenfalls sozialverträglich. Dies entspricht rund 1300 Arbeitsplätzen.

Telekombranche

Die Telekom schmilzt seit Jahren ihren Personalbestand ab, allein in den ersten neun Monaten 2012 sank die Mitarbeiterzahl im Gesamtkonzern um 5000 auf 230.000. In der Deutschlandsparte verringerte sich die Belegschaft im selben Zeitraum um knapp 2000 auf 67.600 Mitarbeiter.

  • 17.01.2013, 12:34 Uhrnastrowje

    Noch ein Telekomaktionär, der auch viele andere DAX-Konzerne kontrolliert:
    BlackRock übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $3,96 die Analystenschätzungen von $3,73. Erträge mit $2,54 Mrd über den Erwartungen von $2,49 Mrd.

  • 17.01.2013, 12:20 Uhrnastrowje

    16.06.12 Telekom chef warnt vor Fachkräftemangel

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/wirtschaft/nachrichten/Telekom-Chef-Obermann-warnt-vor-Fachkraeftemangel-article786094.html

  • 17.01.2013, 12:10 Uhrnastrowje

    Jobbau: jedes Jahr stellt die "Deutsche" Telekom 3000 bis 4000 Nachwuchskräfte mit niedrigem oder niedrigstem Lohn ein. Die Beamten werden über eine Stelle die sich PBMNL nennt, herausgemobbt, indem die Rückkherer von Tochtergesellschaften von Frankfurt nach München und von München nach Darmstadt versetzt werden. Oder vom flachen Land in die Großstadt mit teueren Mieten. Für viele ist es da einfacher "dienstunfähig" zu werden oder in Frühpension zu gehen, obwohl sie es nicht wollen.

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