Kooperation im Werbegeschäft
AOL und Microsoft kommen sich näher

Der US-Medienkonzern Time Warner steuert offenbar auf eine Partnerschaft mit Microsoft im Internet zu. Nach einem Bericht des „Wall Street Journals“ wollen beide Unternehmen ihre Werbeaktivitäten im Internet kombinieren.

NEW YORK. Ein Teilverkauf der Time-Warner-Tochter AOL steht wohl nicht mehr zur Debatte. Auch Google ist im Rennen um eine Partnerschaft mit AOL. Doch auch der Internet-Suchdienst scheint nicht mehr an einer direkten Beteiligung interessiert zu sein.

Time-Warner-Chef Dick Parsons wird von Großinvestor Carl Icahn bedrängt, den Medienkonzern mit seinen Aktivitäten im Kabel-, TV-, Verlags- und Internetgeschäft aufzuspalten. Icahn erhofft sich davon eine höhere Bewertung der Einzelteile an der Börse. Kommt der Teilverkauf von AOL nicht zustande, dürfte der Druck auf Parsons weiter steigen.

Dem Vernehmen nach planen AOL und Microsoft, den Verkauf von Werbeflächen im Internet zusammenzulegen. Bislang leitet AOL seine Kunden zu den Werbeflächen von Google. Im Gegenzug erhielt die Time-Warner-Tochter dafür im vergangenen Jahr 300 Mill. Dollar. Bei einem Wechsel zu Microsoft würde Google einen seiner wichtigsten Kunden verlieren.

AOL galt lange als Problemkind im Time-Warner-Imperium. Erst der Werbeboom im Internet hat den Online-Dienst wieder attraktiv gemacht. Im ersten Halbjahr stiegen die Werbeerlöse im Netz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar.

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