Kooperation Premiere - Arena
Satellitenkunden sind die Verlierer

Die überraschende Vermarktungsvereinbarung zwischen den Pay-TV-Anbietern Arena und Premiere öffnet jedem deutschen Haushalt die Tür zur Live-Übertragung der Fußball-Bundesliga. Doch die Vertrags- und Vertriebskonstellation sorgt derzeit noch für reichlich Durcheinander. Handelsblatt.com zeigt auf, was die Vereinbarungen für welchen Fußball-Fan bedeuten.

DÜSSELDORF. Im Dezember vergangenen Jahres hatte Arena den Zuschlag für die Live-Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga erhalten. Der Pay-TV-Sender konnte aber bis vor wenigen Tagen nur von Haushalten mit Kabelanschluss in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg empfangen werden. In den 13 von Kabel Deutschland (KDG) versorgten Bundesländern dagegen drohte der Bildschirm Arena-frei zu bleiben, denn die beiden Unternehmen konnten sich nicht über einen Vertrag einigen. Doch nachdem die Deutsche Fußball-Liga massiv Druck ausgeübt hatte, kam es zu einer überraschenden Lösung: Jetzt vermarktet in diesen Ländern Premiere exklusiv das Bundesliga-Angebot von Arena und verschafft dem Konkurrenten damit doch noch Zutritt zum Netz von Kabel Deutschland.

Bei der Betrachtung, was das für den Fußballfan bedeutet, ergeben sich sechs verschiedene Konstellationen. Die Fälle in der Übersicht:

Fall 1: Bundesliga-Neukunde mit Kabelanschluss in NRW, Hessen und BW

Kunden aus diesen Bundesländern, die bislang nicht Premiere-Kunde sind und sich nun die Bundesliga live ins Haus holen wollen, können über die örtlichen Netzbetreiber Ish, Iesy, Tele Columbus und Kabel Baden-Württemberg den Bundesliga-Sender Arena empfangen. Das Bundesliga-Abo kostet bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr 14,90 Euro monatlich. Über Premiere sind keine Spiele der Bundesliga zu empfangen.

Wer noch keinen Digitalreceiver besitzt, kann diesen bei der Bestellung des Arena-Pakets gleich mitordern. Bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren sinkt der Kaufpreis für einen Receiver. Besitzt der Fußballfan zum Beispiel für den Empfang unverschlüsselter digitaler Programme schon ein solches Empfangsgerät, erhält er von seinem Kabelanbieter eine für Arena aktivierte Smartcard. Der Kabelreceiver muss verschlüsselte Programme empfangen können und über ein Smartcard-Einschubfach verfügen. Meist befindet sich ein entsprechender Hinweis auf dem Gerät: „Geeignet für Premiere.“

Wer auch Champions-League und internationale Fußballligen sehen will, muss zusätzlich ein Premiere-Abo abschließen (siehe auch Fall 5).

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