Kosten für Rechtsstreitigkeiten drücken Gewinn
Microsoft mit kräftigem Umsatzplus aber weniger Gewinn

Im abgelaufenen Quartal hat der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft einen geringeren Gewinn erwirtschaftet. Schuld daran sollen Kosten für Rechtsstreitigkeiten sein. Der Umsatz wurde im abgelaufenen Quartal aber dank starker PC-Verkäufe um 17 Prozent gesteigert, was die Markterwartungen klar übertroffen hat.

HB REDMOND. Die Quartalszahlen nährten an den Finanzmärkten Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung der Technologie-Investitionen. Microsoft-Aktien reagierten mit einem Kurssprung von fast sechs Prozent auf 27,46 Dollar. Das Ergebnis beflügelte auch Technologiewerte an den Börsen in Fernost und in Europa sowie in New York.

Der in Redmond im US-Bundesstaat Washington ansässige Konzern steigerte seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal per Ende März auf 9,18 Mrd. Dollar nach 7,84 Mrd. Dollar vor einem Jahr. Die Verkäufe von Personal-Computern (PC), dem Schlüsselprodukt des Unternehmens, hätten um 14 % zugelegt, sagte Microsoft-Finanzchef John Connors. Analysten zeigten sich von den Zahlen beeindruckt. „PC- und Server-Wachstum waren phänomenal“, sagte Clark Chang von Fulcrum Global Partners. „Das ist der Motor für das Ergebnis.“ Bei seiner Spielkonsole Xbox erzielte Microsoft allein im März nach Firmenangaben zum Teil dank einer Preissenkung einen Rekordabsatz.

Auf der Ertragsseite konnten der Umsatzzuwachs und die höheren Einnahmen aus Kapitalanlagen die Milliarden-Kosten für die Beilegung der Rechtsstreitigkeiten jedoch nicht ausgleichen. Microsoft hat sich vor kurzem in einem Patentstreit mit Sun Microsystems zur Zahlung von 1,89 Mrd. Dollar verpflichtet und wurde zudem von der Europäischen Kommission zu einer Kartellstrafe von 497 Mill. € verdonnert. Doch auch in diesen ergebnisschmälernden Einmal-Ausgaben erkannten Branchenexperten etwas Positives: „Damit hat Microsoft diese zähen juristischen Auseinandersetzungen endlich hinter sich gebracht“, sagte ein Analyst.

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