Kosten werden angepasst
Dialog Semiconductor sieht weiter Rot

Der schwäbische Chip-Entwickler Dialog Semiconductor hat im vergangenen Geschäftsjahr 2004 trotz eines boomenden Halbleitermarktes und steigender Umsätze erneut einen Verlust eingefahren. Nun will Dialog die Kosten senken.

HB KIRCHHEIM/TECK. Mit einem binnen Jahresfrist auf 6,1 (2003: 13,2) Mill. € halbierten Betriebsverlust erfüllte das Unternehmen zwar seine gesenkte Prognose. Unter dem Strich entstand aber auch 2004 ein Nettoverlust von 5,7 (20,4) Mill. €, wie das Unternehmen am Mittwoch in Kirchheim unter Teck mitteilte. Von dem ursprünglichen Ziel einer „schwarzen Null“ hatte sich das auf Chips für die Handy-Industrie spezialisierte Unternehmen schon im Herbst verabschiedet.

Auf den von Marktforschern für dieses Jahr prognostizierten Abschwung in der Halbleiternachfrage will Dialog Semiconductor mit Kostensenkungen reagieren. „Wir werden unsere operativen Kosten im Jahr 2005 an die veränderte Umsatzsituation anpassen“, sagte Unternehmenschef Roland Pudelko, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. Beim Umsatz rechnet das im Technologiewerte-Index TecDax notierte Unternehmen für 2005 nur mit einem nicht näher bezifferten Wachstum.

Zuwächse würden vor allem von der anhaltenden Nachfrage nach Kamera-Handys mit großen Farbbildschirmen kommen, für die Dialog Semiconductor neue Produkte entwickelt hat. Eine Gewinnprognose gab das Unternehmen nicht. Dividenden seien in nächster Zukunft nicht geplant, hieß es im Geschäftsbericht.

Das im Jahr 2004 vor allem Zuwächsen in Asien getragene Umsatzplus fiel mit 25 % auf 116 Mill. € beinahe so hoch aus wie das Wachstum des weltweiten Chipmarktes. Im vierten Quartal verlangsamte sich das Umsatzwachstum jedoch mit knapp 13 % auf 31,1 Mill. €. Mit 3,6 Mill. € rutschte das Unternehmen operativ in die Verlustzone, nachdem im Jahr zuvor noch ein Gewinn von 47 000 € zu Buche gestanden hatte.

Die seit September im TecDax notierten Aktien von Dialog Semiconductor büßten am Mittwoch 1,8 % auf 1,67 € ein. Knapp 72 % der Aktien sind im Streubesitz, größere Pakete halten die Fondsgesellschaft Apax Partners (18,4 %) und der Telekom-Ausrüster Ericsson (4,5 %).

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