Kosteneinsparung
Dell will mehr Stellen streichen als bislang geplant

Knapp 5 000 Mitarbeiter haben den US-Computerhersteller Dell bereits verlassen. Um weitere Kosten zu sparen, will das Unternehmen im laufenden Quartal weitere Stellen streichenn. Wie viele Arbeitsplätze genau wegfallen, ist noch offen.

HB ROUND ROCK. Der US-Computerhersteller Dell will mehr Stellen abbauen als bislang geplant. Rund 5 500 Mitarbeiter hätten das Unternehmen bereits verlassen, sagte Konzernchef Michael Dell am Donnerstag. Im laufenden Quartal würden die Stellenstreichungen fortgesetzt. Wie viele Jobs insgesamt wegfallen sollen, ließ Dell offen. Auch ein Sprecher wollte die Ankündigung nicht näher ausführen.

"Wir sind mit dem gegenwärtigen Zustand nicht zufrieden und sind dabei, das zu beheben", sagte der Konzernchef bei einer Analystenkonferenz. Dabei werde in jedem Teil des Unternehmens nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht. Der nach Hewlett -Packard zweitgrößte PC-Hersteller der Welt hatte im Mai 2007 angekündigt, innerhalb eines Jahres 8 800 Stellen zu streichen. Unter Berücksichtigung der durch Zukäufe zum Konzern gekommenen neuen Mitarbeiter betrage der Saldo der Reduzierungen bislang 3 200 Stellen, sagte Dell nun. Die Aktie des Konzerns wurde in New York 0,25 Prozent im Minus bei 19,90 Dollar gehandelt.

Am Montag hatte das Unternehmen angekündigt, bis 2011 jährliche Ausgaben von rund drei Mrd. Dollar einzusparen sowie ein Werk in Austin (Texas) zu schließen. Dort würden rund 900 Stellen wegfallen. Dell kündigte an, das laufende Jahr mit niedrigeren Betriebsausgaben als das vergangene zu beenden. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten des Unternehmens waren im Geschäftsjahr 2008 um 27 Prozent emporgeschnellt. Der Vizepräsident der Dell -Sparte für Verbraucherprodukte, Alex Gruzen, lehnte einen Kommentar zu Spekulationen ab, das Unternehmen wolle in den Handy-Markt einsteigen. Dell könne mehr mit Verbrauchergeräten experimentieren, sagte er lediglich. Die auf dem PC-Geschäft basierenden Beziehungen des Konzerns zu Mobilfunkanbietern hätten "enorme Möglichkeiten geschaffen".

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