Kostenreduktion: Outsourcing kommt wieder in Mode

Kostenreduktion
Outsourcing kommt wieder in Mode

Um binnen kurzer Zeit ihre Kosten zu senken, geben immer mehr Firmen IT-Aufgaben nach außen ab. Das so genannte IT-Outsourcing erfreut sich in den Unternehmen großer Beliebtheit. Dennoch steigt der Druck auf die Dienstleister weiter an, das Geschäft ist kein Selbstläufer.

DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Der Umsatz bricht ein und die Prognosen sind düster: Viele Manager sind in diesen Tagen gezwungen, drastisch zu sparen. IT-Outsourcing steht deshalb in den Unternehmen ganz oben auf der Agenda. „Die Kunden suchen derzeit nach Möglichkeiten, möglichst schnell die Kosten zu reduzieren“, sagt Wolfram Stein, IT-Dienstleistungsexperte der Unternehmensberatung von IBM.

Das Problem dabei: Traditionelle Outsourcing-Projekte brauchen in der Regel mindestens neun Monate Vorlauf. Deshalb greifen die Firmen momentan oft zum sogenannten Outtasking. Dabei wird nicht die gesamte Informationstechnologie nach außen vergeben: Die Spezialisten kümmern sich stattdessen nur um einzelne Aufgaben.

So übernehmen Service-Anbieter wie IBM zum Beispiel den Betrieb der weit verbreiteten SAP-Programme. „Das lässt sich dann schon in einem Vierteljahr realisieren“, sagt Heinz Schick vom IT-Beratungshaus Experton Group.

Schon seit Jahren trennen sich Unternehmen von ihrer IT und überlassen den Betrieb von Rechenzentren oder die Wartung der PCs den Experten. Die Anbieter können zahlreiche Aufträge bündeln und sind deshalb meist billiger. Vor allem Konzerne haben sich in der Vergangenheit im großen Stil von ihren IT-Abteilungen getrennt. Durch die Rezession denken jetzt aber auch Firmen darüber nach, die bislang zurückhaltend waren. „Gerade im Mittelstand steht das jetzt auf der Tagesordnung“, sagt Berater Schick.

Kleine und mittelgroße Unternehmen profitieren davon, dass die Angebote inzwischen fast von der Stange verkauft werden. „Durch die Industrialisierung der IT-Dienstleistungen werden sie günstiger und können flexibler angeboten werden“, sagt Matthias Kraus vom Marktforscher IDC. Die Kunden könnten kleinere Bereiche nach außen geben und öfter den Anbieter wechseln. Kraus hat in jüngster Zeit festgestellt, dass die Deals kleiner werden und die Laufzeiten kürzer.

Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen dominieren weltweit tätige Konzerne wie IBM, Hewlett-Packard (HP), Fujitsu oder CSC. Bekannteste deutsche Anbieter sind Siemens und die Deutsche Telekom. Daneben gibt es noch viele kleinere Anbieter.

Die Dienstleister können in nächster Zeit zwar mit vielen neuen Kunden rechnen. Doch die Krise geht nicht spurlos an ihnen vorüber. „Wir werden einen steigenden Preisdruck im Bestandsgeschäft sehen“, sagt Christophe Chalons vom IT-Berater PAC. Immer öfter würden Verträge nachverhandelt.

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