Kostensenkung
SAP will bei der Software-Entwicklung einsparen

Der künftige SAP -Chef Leo Apotheker will die Ausgaben für die Entwicklung von Software Schritt für Schritt zurückfahren. Im Moment stehen die Kosten bei einem Höchstwert. Wofür SAP das eingesparte Geld nutzen möchte, ist noch unklar.

HB BOSTON. Es sei an der Zeit, diese Kosten zu kürzen, die 2007 mit 14 Prozent vom Umsatz einen Höchstwert erreicht hatten, sagte der am Mittwoch zunächst zum Co-Vorstandschef berufene Leo Apotheker in einer Telefonkonferenz mit US-Journalisten. Pro Jahr sollten sie etwa um einen Prozentpunkt vom Umsatz gesenkt werden. "Wenn wir etwas mehr nachjustieren können, ist das ein Segen", sagte Apotheker.

Er betonte, das in der Produktentwicklung eingesparte Geld solle nicht in Vertrieb und Marketing gesteckt werden: "Wir versuchen nicht, Geld von der linken in die rechte Tasche zu stecken." Apotheker ist der erste reine Vertriebsmann, der an die Spitze des größten europäischen Softwareherstellers rückt. Er soll im Frühjahr 2009 Henning Kagermann ablösen, der in den vergangenen fünf Jahren allein an der Spitze von SAP stand.

SAP hatte im vergangenen Jahr viel Geld in eine Software mit dem Namen "Business by Design" investiert, die auf Kunden aus dem Mittelstand abzielt. Neben Apotheker rücken drei weitere Manager mit Vertriebserfahrung in den SAP -Vorstand. Aufsichtsratschef und Firmengründer Hasso Plattner sagte, darin spiegle sich ein Wechsel der Prioritäten wider: "In der Zusammensetzung des Vorstands schlägt sich nieder, was wir weiter verbessern müssen: näher an den Kunden, den Nutzern und dem Markt sein."

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